PFAS-Belastung

Alarm um unser Trinkwasser

Kostbares Trinkwasser.
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Greenpeace und Global 2000 warnen, dass Österreichs PFAS-Grenzwert viel zu hoch liegt. Ein schwedisches Gutachten zeigt: Besonders Kinder sind zu wenig geschützt. Im Mai wurde bekannt, dass das Grundwasser und zahlreiche private Hausbrunnen im Umfeld der OMV-Raffinerie Schwechat großflächig mit Ewigkeitschemikalien belastet sind.
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Österreich hat nur einen Summengrenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für 20 PFAS. Einen eigenen Wert für die vier gefährlichsten Ewigkeitschemikalien (PFAS-4) gibt es nicht. Der schwedische Toxikologe Mattias Öberg vom Karolinska Institutet sieht eine starke wissenschaftliche Basis für höchstens vier Nanogramm PFAS-4 pro Liter. In Dänemark gelten sogar nur zwei.

Wird der heimische Wert voll durch PFAS-4 ausgeschöpft, nimmt ein vierjähriges Kind das 14-Fache (!) der verträglichen Menge auf, Erwachsene knapp das Fünffache. Kinder trinken im Verhältnis zum Körpergewicht mehr Wasser, außerdem schwächen PFAS ihr Immunsystem.

Schwechat schlägt Alarm

Im Raum Schwechat und Mannswörth steigen die Werte deutlich. Im Leitungswasser kletterte PFAS-4 laut Gemeindemessung von 2,1 Nanogramm im Jänner auf 8,4 im Juli. Damit deckt allein das Wasser 120 Prozent der wöchentlichen Dosis für Kinder. Ein Zusammenhang mit der PFAS-Belastung des Grundwassers rund um die OMV-Raffinerie ist nicht belegt.

Im Mai wurde jedoch bekannt, dass das Grundwasser und zahlreiche private Hausbrunnen im Umfeld der OMV-Raffinerie Schwechat großflächig mit Ewigkeitschemikalien belastet sind. Grund war die Verwendung von PFAS-haltigem Löschschaum, der dort zu Übungszwecken verwendet wurde.

Die OMV hat ihre Messdaten bisher nicht veröffentlicht. Die NGOs fordern vom Gesundheitsministerium einen eigenen PFAS-4-Grenzwert von höchstens vier Nanogramm. Die Stadt Schwechat soll neue Ergebnisse rasch offenlegen und die Quelle klären.

Grüne machen Druck

Auch die Grünen schalten sich ein. Olga Voglauer verlangt von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) einen eigenen, strengeren Grenzwert. Lukas Hammer fordert von Minister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), dass die OMV-Messdaten vollständig auf den Tisch kommen.

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