Verhandlungen

Bankmitarbeiter wollen pro Jahr 12 "KI-Urlaubstage"

Die Bankmitarbeiter fordern nun 12 Urlaubstage zusätzlich.
© Tourismusregion Attersee
Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) zieht mit einer ungewöhnlichen Forderung in die Tarifverhandlungen für das private Bankgewerbe: Bis zu drei sogenannte KI-Entlastungstage pro Quartal, also maximal zwölf zusätzliche freie Tage im Jahr.
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Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz verdichte die Arbeit, mache sie komplexer und verantwortungsvoller - die Automatisierung verkürze einzelne Prozesse und steigere die Zahl der Fälle, die ein Mitarbeiter in derselben Zeit bearbeiten müsse, argumentiert die Gewerkschaft.

Beschäftigte müssten die Ergebnisse der KI prüfen und übernähmen vor allem die schwierigen Ausnahmefälle, Beschwerden und Kontrollaufgaben. Die einfachen, standardisierten Vorgänge übernehme die Maschine. "Wo Arbeit dichter, komplexer oder verantwortungsvoller wird, braucht der Betrieb einen Ausgleich", zitiert das Handelsblatt dazu Wolfgang Ermann, DBV-Verhandlungsführer für die privaten Banken.

Auch höhere Bezüge gefordert

Die Entlastungstage sollen je nach Belastung zwischen einem und drei Tagen pro Quartal liegen, im Entstehungszeitraum genommen werden und nicht übertragbar sein. Teilzeitkräfte sollen anteilig einbezogen werden.

Der DBV betont zugleich, der technischen Entwicklung offen gegenüberzustehen: KI könne große Datenmengen auswerten, Dokumente vorprüfen, Recherchen beschleunigen und bei Betrugsprävention oder Kundenanfragen helfen. Dieser Produktivitätsgewinn sei real – ein Teil davon müsse aber bei den Beschäftigten ankommen.

Neben den freien Tagen verlangt der Verband 9,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Betroffen sind Institute wie Deutsche Bank und Commerzbank. Verhandlungstermine sind für den 8. Oktober und den 2. November im Raum Frankfurt und den 23. November in Berlin geplant.

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