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Störfaktoren

Das stört im Wohnumfeld am meisten

Verkehrsschild "Straßenschäden" vor einem modernen weißen Wohnhaus in Bremen.
© Getty Images
Müllgerüche, Baulärm und laute Gespräche oder Streit zählen zu den größten Störfaktoren im Wohnumfeld. Kinder und Haustiere stören hingegen nur wenige. Insgesamt fühlen sich rund acht von zehn Österreicher durch Geräusche gestört, fast jede Zweite durch Gerüche.
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Ob man sich zuhause wohlfühlt, hängt nicht nur von Größe, Ausstattung oder Grundriss der eigenen vier Wände ab. Auch das unmittelbare Wohnumfeld hat großen Einfluss auf die Wohnqualität. Wie die aktuelle Innofact-Umfrage für ImmoScout24.at unter 500 Befragten zeigt, stören sich acht von zehn Österreicher:innen an Geräuschen, knapp die Hälfte (47 Prozent) an Gerüchen. Nur 16 Prozent sagen, sie fühlen sich gar nicht durch Lärm oder Gerüche gestört. Überdurchschnittlich tolerant erscheinen hier die 30- bis 39-Jährigen, unter ihnen sind es 23 Prozent.

Müllgeruch, Baulärm und Streit stören am häufigsten

Grundsätzlich ist Lärm der größere Störfaktor als Gerüche. An der Spitze der störenden Faktoren stehen allerdings Müllgerüche: Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) fühlt sich davon in der Wohnumgebung gestört. Knapp dahinter folgen Geräusche von Bauarbeiten sowie laute Gespräche oder Streit mit jeweils 33 Prozent.

Auch Straßenlärm ist für viele ein Thema. 29 Prozent zählen ihn zu den störendsten Geräuschen in ihrer Wohnumgebung. Weitere häufig genannte Lärmquellen sind lautes Telefonieren (23 Prozent), laute Musik (22 Prozent), Lärm im Stiegenhaus (20 Prozent), Schritte oder Trampeln (19 Prozent) sowie Kinderlärm (18 Prozent).

Bei den Gerüchen folgen nach Müllgerüchen landwirtschaftliche beziehungsweise Gülle-Gerüche (13 Prozent), Essensgerüche (12 Prozent) sowie Gerüche von Industrie, Gastronomie oder Gewerbe (12 Prozent).

Jüngere stört Baulärm, Ältere stört Telefonieren

Je nach Alter nehmen die Österreicher die verschiedenen Störfaktoren unterschiedlich wahr. Unter 30-Jährige fühlen sich besonders häufig durch Geräusche von Bauarbeiten gestört: 41 Prozent nennen Baulärm als Störfaktor. Auch Schritte oder Trampeln werden in dieser Altersgruppe mit 28 Prozent überdurchschnittlich häufig genannt.

Bei den 50- bis 65-Jährigen fallen hingegen lautes Telefonieren und laute Musik stärker ins Gewicht. 30 Prozent empfinden lautes Telefonieren als störend, 26 Prozent nennen laute Musik.

Tipps: So lässt sich störendem Lärm vorbeugen

Wer sich im eigenen Wohnumfeld wohlfühlen möchte, sollte bereits bei der Wohnungssuche auf mögliche Störquellen achten. Denn nicht nur die Wohnung selbst, sondern auch ihre Umgebung kann die Wohnqualität maßgeblich beeinflussen. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich das Risiko späterer Überraschungen reduzieren:

  • Zu unterschiedlichen Zeiten besichtigen: Wer eine Wohnung sowohl untertags als auch abends besucht, bekommt ein besseres Gefühl für die tatsächliche Lärmbelastung.
  • Auf die Umgebung achten: Straßen, Baustellen, Gastronomie oder Gewerbebetriebe in der Nähe können mögliche Lärm- oder Geruchsquellen sein.
  • Fenster und Türen prüfen: Eine gute Schalldämmung kann dabei helfen, Geräusche von draußen zu reduzieren.
  • Nachbarn fragen: Ein kurzes Gespräch mit Bewohner vor Ort kann zusätzliche Eindrücke über das Wohnumfeld liefern.
  • Nicht nur auf die Wohnung schauen: Auch Innenhof, Stiegenhaus und die direkte Umgebung sollten bei einer Besichtigung genauer unter die Lupe genommen werden.

So lässt sich bereits vor dem Einzug besser einschätzen, wie ruhig und angenehm das zukünftige Zuhause tatsächlich ist.

Kinderlose fühlen sich stärker von Kinderlärm gestört

Auch beim Thema Kinderlärm zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Haushalten. Insgesamt empfinden 18 Prozent der Befragten Kinderlärm als störend. Unter kinderlosen Haushalten sind es 22 Prozent. Wer selbst Kinder zuhause hat, fühlt sich hingegen deutlich seltener davon gestört: Nur 5 Prozent nennen Kinderlärm als Störfaktor.

Lärm von Haustieren spielt für die Österreicher dagegen kaum eine Rolle. Nur 6 Prozent empfinden ihn als störend.

Industrie, Gastronomie und Gewerbe weniger problematisch

Vergleichsweise selten werden Gerüche oder Geräusche von Industrie, Gastronomie oder Gewerbe als störend empfunden. Jeweils rund zwölf Prozent der Befragten nennen entsprechende Belastungen in ihrer Wohnumgebung.

Damit liegen diese Faktoren deutlich hinter den am häufigsten genannten Störquellen wie Müllgerüchen, Baulärm, lauten Gesprächen oder Streit und Straßenlärm.

Über die Studie

Für die Umfrage hat die Innofact AG im April 2026 insgesamt 535 Österreicher im Alter von 18 bis 65 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.

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