Vorsicht geboten

DIESER Giftpilz lauert im Schwammerl-Körberl

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Das Körberl ist schnell gefüllt – doch zwischen den begehrten Schwammerln kann sich ein gefährlicher Doppelgänger verstecken. Gerade jetzt ist beim Sammeln deshalb besondere Vorsicht gefragt.
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Besonders gefährlich ist der Grüne Knollenblätterpilz. Er zählt zu den gefährlichsten Giftpilzen Europas und kann je nach Aussehen grünlich, gelbgrün oder beinahe weiß sein.

Seine Lamellen sind weiß, am Stiel sitzt ein Ring und an der Basis befindet sich eine knollenartige Verdickung mit einer sackartigen Hülle. Genau diese wichtige Stelle kann allerdings im Boden verborgen bleiben und beim Pflücken übersehen werden.

Vor allem junge oder sehr helle Exemplare können deshalb unerfahrene Sammler täuschen.

Gefährliche Verwechslung mit Champignons

Eine Verwechslung mit Champignons kann besonders gefährlich werden. Ein Unterschied zeigt sich bei den Lamellen: Bei Champignons sind sie zunächst rosa und werden später bräunlich. Beim Grünen Knollenblätterpilz bleiben sie weiß.

Doch Vorsicht: Ein einzelnes Merkmal reicht niemals für eine sichere Pilzbestimmung aus.

Auch Eierschwammerl haben einen Doppelgänger

Verwechslungsgefahr gibt es auch bei anderen beliebten Pilzen.

Der essbare Perlpilz kann beispielsweise dem giftigen Pantherpilz ähneln. Für ungeübte Sammler können die Unterschiede an Hutrand und Manschette schwer zu erkennen sein.

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Auch beim Eierschwammerl ist Vorsicht gefragt: Der Falsche Eierschwammerl gilt zwar als deutlich weniger gefährlich, kann in größeren Mengen jedoch Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Beim Steinpilz wiederum kann es zu einer Verwechslung mit dem Gemeinen Gallenröhrling kommen. Dieser ist nicht als klassischer Giftpilz bekannt, schmeckt aber extrem bitter. Schon ein einziges Exemplar kann ein ganzes Gericht verderben.

Pilz-App ersetzt keinen Experten

Ein Foto machen, eine App öffnen und den Pilz anschließend essen? Darauf sollte man sich keinesfalls verlassen.

Apps, Bilder und Pilzbücher können bei der Orientierung helfen, ersetzen aber keine fachkundige Bestimmung. Wer wenig Erfahrung hat, sollte deshalb zunächst nur wenige, eindeutig bekannte Arten sammeln.

Bei Zweifel gilt: Der Pilz bleibt im Wald und kommt keinesfalls auf den Teller. Pilzberatungsstellen können bei der Bestimmung helfen.

Auch wenn Schnecken oder andere Tiere einen Pilz angefressen haben, bedeutet das nicht, dass er für Menschen ungefährlich ist.

Vergiftung kann erst Stunden später beginnen

Besonders tückisch: Eine schwere Pilzvergiftung muss nicht sofort auffallen.

Beim Grünen Knollenblätterpilz können mehrere Stunden vergehen, bevor Beschwerden wie Übelkeit, starkes Erbrechen, wässriger Durchfall und Bauchschmerzen auftreten. Nach einer vorübergehenden Besserung können schwere Leber- und Nierenschäden folgen.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollten Reste der Pilze, der Mahlzeit oder gegebenenfalls Erbrochenes aufbewahrt werden. Diese können Ärzten dabei helfen, den Auslöser zu bestimmen.

Von Hausmitteln oder selbst ausgelöstem Erbrechen wird hingegen abgeraten.

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