Nach WM-Enttäuschung
Paukenschlag beim ÖFB! Sportdirektor Schöttel unter Druck – Prödl soll nachfolgen
Beim Österreichischen Fußball-Bund zeichnet sich eine spektakuläre personelle Weichenstellung ab. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, steht Sportdirektor Peter Schöttel nach fast neun Jahren im Amt vor dem unmittelbaren Ende seiner Tätigkeit. Der 59-jährige Ex-Nationalspieler, der den Posten im Oktober 2017 als Nachfolger von Willi Ruttensteiner übernommen hatte, soll bereits am morgigen Freitag offiziell abberufen werden. Die finale Entscheidung darüber fällt im Rahmen der für 14:00 Uhr angesetzten Aufsichtsratssitzung am ÖFB-Campus in Wien.
Ralf Rangnick erscheint persönlich vor ÖFB-Aufsichtsrat
Besonders brisant ist die dramatische Entwicklung im Ablauf der Sitzungsvorbereitung. Ursprünglich war vorgesehen, dass Schöttel den Mitgliedern des Aufsichtsrats einen ausführlichen Analysebericht zur Verbandssituation und der vergangenen Weltmeisterschaft in Nordamerika vorlegt. Am Donnerstag wurden die Gremiumsmitglieder jedoch kurzfristig darüber informiert, dass Schöttels Abberufung bevorsteht. Anstelle des bisherigen Sportdirektors wird nun Teamchef Ralf Rangnick persönlich vor dem führenden Verbandsgremium erscheinen – ein Schritt, den es in dieser Form seit August 2024 nicht mehr gegeben hat.
Auch interessant
Formeller Beschluss am Freitag im ÖFB-Campus Wien
Aufgrund der neuen ÖFB-Strukturreform liegt die operative Verantwortung für den Posten des Sportdirektors zwar primär bei Generalsekretär Thomas Hollerer sowie ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold. Bei strategischen Grundsatzentscheidungen muss der Aufsichtsrat jedoch zwingend eingebunden werden. Trotz wiederholter Kritik an Schöttels Amtsführung kommt die bevorstehende Vertragsauflösung zu diesem Zeitpunkt für viele Beobachter überraschend. Der formelle Trennungsbeschluss gilt nach den jüngsten Entwicklungen nur noch als Reinsache.
Sebastian Prödl als Option beim ÖFB gehandelt
Nach Informationen von oe24 könnte sich intern allerdings bereits eine alternative Lösung abzeichnen. Demnach gilt der derzeitige ÖFB-Nachwuchschef Sebastian Prödl als aussichtsreicher Anwärter auf eine mögliche Nachfolge von Peter Schöttel. Der 73-fache ehemalige Nationalspieler genießt im Verband hohes Ansehen und wird intern als naheliegende Option gehandelt. Ob es tatsächlich zu dieser Rochade in der sportlichen Führung kommt, bleibt jedoch das Ergebnis der morgigen Beratungen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden