Ausbau läuft weiter

KI soll Wiens Fußgängerampeln schlauer machen

Mehrere Menschen überqueren bei Grünlicht eine Straße an einer intelligenten Ampel in Wien.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Rund 30 KI-Ampeln regeln bereits den Verkehr in Wien. Nun soll die Technik weiter ausgebaut werden und künftig auch stärker mit den Öffis zusammenspielen.
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Wer in Wien bei einer Fußgängerampel auf den Knopf drückt, könnte künftig immer öfter Unterstützung von künstlicher Intelligenz bekommen. Die Stadt will ihre rund 200 Druckknopfampeln schrittweise mit einem intelligenten System ausstatten. Etwa 30 davon sind bereits in Betrieb.

Seit 2019 wird die Technik eingesetzt. Anfang September ging auch in Floridsdorf die erste KI-Ampel an der Kreuzung Donaufelder Straße, Theodor-Körner-Gasse und Plankenbüchlergasse in Betrieb. Laut der zuständigen MA 33 sollen die Systeme unter anderem für mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss sorgen, berichtet der ORF.

Ampel erkennt Gehhilfen und Kinderwagen

Kameras und Sensoren erfassen einen Bereich von rund 30 Quadratmetern vor dem Übergang. Die Software erkennt dabei, wie viele Menschen warten und wer tatsächlich die Straße überqueren möchte. Gleichzeitig berechnet sie, wie viel Zeit dafür benötigt wird. Dabei kann das System auch Kinderwagen, Rollstühle oder Gehhilfen erkennen. Benötigt jemand voraussichtlich länger für den Weg über die Straße, kann die Grünphase entsprechend verlängert werden. So soll die Ampelschaltung stärker auf die Menschen reagieren, die gerade vor ihr stehen.

Datenschutz bei KI-Ampeln im Fokus

Die Kameras sorgen allerdings auch für Fragen zum Datenschutz. Die Stadt betont, dass Aufnahmen aus dem laufenden Betrieb nicht gespeichert werden. "Die Verarbeitung erfolgt lediglich direkt lokal vor Ort", heißt es von der Stadt Wien gegenüber dem ORF. Eine Verbindung, über die von außen auf die Kameras zugegriffen werden könnte, gebe es ebenfalls nicht. Seit Dezember 2024 ist eine weiterentwickelte Generation des Systems im Einsatz. Durch höhere Rechenleistung kann sie mehrere Übergänge gleichzeitig beobachten und unterschiedliche Bedürfnisse besser erkennen.

Auch Öffis sollen profitieren

Entwickelt wurde die Technik von der TU Graz. Dort wird bereits daran gearbeitet, das System weiter auszubauen. Künftig könnten auch Straßenbahnen und andere Öffis  stärker in die intelligente Ampelsteuerung eingebunden werden. Ziel ist, die Schaltungen noch besser an die jeweilige Verkehrssituation anzupassen.

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