In Niederösterreich

51 Stunden: Weltrekord im Unterwasser-UNO aufgestellt

Mehrere Taucher spielen UNO an Tischen auf dem Boden eines Schwimmbeckens unter Wasser.
© Privat
In St. Valentin (Bezirk Amstetten) ist am Wochenende etwas Herrliches passiert: 51 Stunden am Stück wurde Uno gespielt – nicht am Küchentisch, nicht im Wohnzimmer, sondern zwei Meter unter Wasser. Die Fische dürften ziemlich verwirrt gewesen sein.
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Schauplatz des feuchtfröhlichen Rekordversuchs war ein Tauchcontainer, den sich der ESV ASKÖ St. Valentin ausgeliehen hat. Am Boden des Containers thronte ein Spieltisch, an dem sich jeweils drei tapfere Taucher zum Kartenduell trafen.

Damit die Plastikkarten nicht wie kleine U-Boote durch den Container schwimmen, wurden sie kurzerhand mit Ösen am Tisch festgezurrt. Farbwechsel? Kein Problem – einfach mit dem Finger auf die passende Farbe am Tisch tippen.

Zwei Taucher spielen UNO an einem Tisch unter Wasser.
UNO © Privat

Uno-Ruf ohne Sauerstoff-Mundstück

Richtig kompliziert wurde es nur beim berühmt-berüchtigten "Uno"-Ruf: Dafür musste das Sauerstoff-Mundstück raus, laut "Uno!" gerufen werden – was an der Oberfläche allerdings nur als spektakuläre Luftblasen-Explosion zu erkennen war. Ein stummer Triumphschrei, sozusagen.

Alle 15 Minuten frisches Personal

Insgesamt 53 Taucher aus Nieder- und Oberösterreich schnappten sich abwechselnd Karten und Mundstück. Alle 15 Minuten wurde einer der drei Spieler ausgetauscht – ein Uno-Staffellauf mit Flossen. Von Freitag, 10 Uhr, bis Sonntag, 13 Uhr ging das Spektakel durch, auch mitten in der Nacht.

Taucherin Heike Klausberger erinnert sich: Die Sicht war dank Scheinwerfer top, aber der Sprung aus dem kuscheligen Containerwasser in die elf Grad kalte Nachtluft sei "schon ein bisschen huschi" gewesen. Frösteln inklusive, Kartenglück nicht garantiert.

Rekord eingestellt

Der bisherige Rekord lag bei 50 Stunden – aufgestellt vor 13 Jahren, mit Walter Brunbauer bereits mittendrin. Diesmal war er nicht nur wieder als Spieler dabei, sondern auch gleich Organisator des ganzen Unterfangens. Nach erfolgreichem Rekordbruch beschrieb er sich selbst treffend als "rechtschaffen müde" – kein Wunder bei vier Tagen Autositz statt Bett.

Gute Sache mit gutem Zweck

"Ich habe die letzten vier Tage nur ein paar Stunden im Auto geschlafen, aber mein Team war einzigartig – es hat alles geklappt wie am Schnürchen", freut sich Brunbauer. Und der neue, inoffizielle Weltrekord tut auch noch Gutes: Mit Startgeldern der Taucher und einem kleinen Zeltfest kamen 7.000 Euro zusammen, die dem Roten Kreuz St. Valentin übergeben wurden.

Fazit: Wer sagt, Kartenspiele seien trocken, hat noch nie von St. Valentin gehört.

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