"Screw Jail" für Härte bekannt
Wandsworth-Gefängnis: Nur 6 m² für Boris Becker
London. Wo genau Becker seine Strafe absitzen muss, steht derzeit noch nicht fest. In der Zwischenzeit wird er wohl im Gefängnis Wandsworth unterkommen. Das zweitgrößte Gefängnis Großbritanniens ist für seine rauen Verhältnisse bekannt. „Screw Jail“ – Schrauben-Knast – wird es auch im Volksmund genannt.
Kein Luxus: Harte Wärter, schlechte Bedingungen
Zellen. Auf schlappen 6 Quadratmetern müsste Boris Becker hier ausharren – wie schon Wikileaks-Gründer Julian Assange, Rocker Pete Doherty oder der britische Journalist Chris Atkins. Trotzdem dürfte es alles andere als luxuriös werden: Atkins schrieb ein Buch über seine Haft, prangerte darin vor allem die miserablen Umstände und die rauen Wärter an.
Becker hat den Status "High Profile", das heißt, dass er in einem besonders gesicherten Trakt des Gefängnisses untergebracht ist. So werde er zum Beispiel vor Übergriffen von anderen Häftlingen geschützt. Die Zellen sind eine Mischung aus Einzel- und Mehrbettzimmern. Jeder der fünf Flügel des Gefängnisses hat seine eigenen Duschen und eine Kantine.
Im Gefängnis gibt es Sport- und Turnhallen für sportliche Aktivitäten der Insassen. Neben Yoga- und Mindfulness -Kursen gibt es außerdem im Angebot: Friseurhandwerk, Gastronomie, Fahrradreparatur, Gartenarbeit und Gartenbau, Stickereikurse, Chor, Musik.
Gebetsräume
In Wandsworth gibt es auch Gebetsräume. Ein multireligiöses Seelsorgeteam unterstützt die Gefangenen. Weiters finden sich im Gefängnis Besucherhallen, Bibliothek, Klassenzimmer und Werkstätten.
Von Verwandten und Freunden kann man sich Geld schicken lassen, um etwa in der Gefängnis-Kantine einzukaufen. Aber auch zum Telefonieren braucht man Geld. Insassen können aber nur Anrufe empfangen und nicht tätigen
Becker kann außerdem per Post, E-Mail und Voicemail kontaktiert werden.
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