Nach Auftritt in Roland Petits "L'Arlesienne" wurde er zum ersten Solotänzer.
Kirill Kourlaev ist 12.1 zum Ersten Solotänzer des Wiener Staatsballetts ernannt worden. Das Avancement fand im Anschluss an die Premiere der "Meisterwerke des 20. Jahrhunderts" statt, in der Kourlaev gemeinsam mit seiner Ehefrau, der ersten Solotänzerin Maria Yakovleva, eine beeindruckende Partie in Roland Petits "L'Arlesienne" zum Besten gab. Der in Moskau geborene Tänzer ist seit 2001 Mitglied des Staatsballetts, seit 2009 als Solist.
Davor "Meisterwerke" Premiere
Das klassische Ballett geht behutsam vor, wenn es sich modernisieren will. Man blickt dann doch lieber ein bisschen zurück, als zur Seite. Und so dürfen dem Wiener Staatsopernpublikum erst jetzt, wo man so richtig im neuen Jahrtausend angekommen ist, die "Meisterwerke des 20. Jahrhunderts" angetragen werden. Mit einer Kombination aus Serge Lifar, Nils Christe und Roland Petit setzte das Staatsopern Ballett ganz auf französische Coreographen und verzauberte das Premieren-Publikum.
Roland-Petit zum Schluss
Zum Abschluss wird Roland Petit gereicht: Der im Vorjahr verstorbene französische Meister des fast stummfilmartigen Handlungsballetts hat zu Bizets "L'Arlesienne" rustikale, charmante, witzige Szenen geschaffen, in denen Kirill Kourlaev und Maria Yakovleva durch darstellerische Detailliebe und fein gearbeitete Technik strahlen. Kirill Kourlaev durfte nach der Premiere gleich weiter strahlen, nachdem er zum ersten Solotänzer des Staatsopern Balletts ernannt wurde.
Info
"Meisterwerke des 20. Jahrhunderts", von Serge Lifar, Roland Petit und Nils Christe wird vom Wiener Staatsballett nocham 19., 20., 23. Februar sowie 3. Märzaufgeführt. Alle Informationen dazu erhalten Sie unter www.wiener-staatsoper.at oder unter www.wiener-staatsballett.at.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET