Kommentar von Sebastian Bohrn Mena

Wird uns nicht schaden

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Ein Kommentar von Sebastian Bohrn Mena.
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Manchmal frage ich mich, ob die Dauerbeschallung und die übergrelle Beleuchtung in der Adventszeit wirklich notwendig sind. Je älter ich werde, umso mehr genieße ich die Ruhe und lerne das Beschauliche schätzen. Vielleicht hat es mich auch deshalb ins Waldviertel gezogen. Hier geht’s noch ursprünglicher zu, man besinnt sich gerne der wirklich wichtigen Werte wie Natur, Familie und gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Wenn ich also jetzt gefragt werde, ob ich besorgt bin, wenn dieses Jahr vor Weihnachten die Musik ­gedämpft, die Beleuchtung gedimmt und die Gesellschaft entschleunigt wird, auch damit wir ein wenig Energie und Gas sparen, dann kann ich das nur verneinen. Nein, es macht mir überhaupt keine Sorgen. Ganz im Gegenteil. Ich glaube, es würde uns allen guttun, wenn wir den Lärm zurückfahren. Gerade in diesen Monaten.

Die heimischen Gasspeicher sind nun hinreichend für die Wintermonate gefüllt, man darf Energieministerin Leonore Gewessler an der Stelle auch mal danken, nachdem sie von manchen über Wochen im Akkord beschimpft wurde. Ich glaube zwar nicht, dass eine weniger helle Adventsbeleuchtung die Energie­krise lösen kann. Aber schaden wird es uns kaum.

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