Mordprozess

22-Jähriger soll in Kirchschlag Unfall absichtlich herbeigeführt haben

Tödlicher Unfall
© fotokerschi.at
Die Staatsanwaltschaft Linz hat die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum verlangt.
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Nach einem vermeintlichen Autounfall im Oktober 2024 in Kirchschlag (Bez. Urfahr-Umgebung) muss sich ein 24-Jähriger nun wegen Mordes und Mordversuchs vor Gericht verantworten. Bei dem Unfall war eine Person getötet und eine schwer verletzt worden. Der Unfallverursacher hatte zunächst eine Strafe wegen fahrlässiger Tötung ausgefasst. Nachdem er später in einer psychiatrischen Klinik angab, er habe den Unfall absichtlich herbeigeführt, wurde das Verfahren wieder aufgenommen.

In Gegenverkehr gekracht

Der Angeklagte war in der Nacht auf den 21. Oktober 2024 mit seinem Auto frontal in den Gegenverkehr gekracht. Die Geschwindigkeit betrug mindestens 85 km/h. Der 58-jährige Lenker des anderen Wagens kam dabei ums Leben, seine Beifahrerin wurde schwer verletzt, ebenso der Unfalllenker selbst.

10 Jahre bis lebenslange Haft

Der zum Unfallzeitpunkt 22-Jährige wurde zunächst am Bezirksgericht Linz wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Kurz darauf äußerte er während eines Aufenthalts im Neuromed Campus, dass er den Unfall absichtlich verursacht habe und ihm der Tod des Unfallopfers gleichgültig gewesen sei.

Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft Linz die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt und ihn wegen Mordes und versuchten Mordes im Rahmen eines Suizidversuchs angeklagt. Der Prozess findet am 16. November statt. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann zehn bis 20 Jahre Haft oder lebenslang. Zudem verlangt die Staatsanwaltschaft Linz die Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.

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