Champions Tour

50.000 besuchen Reit-Spektakel in Schönbrunn

Springreiter springt mit Pferd über Hindernis beim Turnier vor Schloss Schönbrunn in Wien.
© Andreas Tischler / Vienna Press
Das Schloss ist weit mehr als nur Kulisse. Für Co-Veranstalter Helmut Morbitzer ist Schönbrunn ein entscheidender Faktor für den Erfolg des großen Reit-Turniers.
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Das zum zweiten Mal durchgeführte Springreit-Highlight vor Schloss Schönbrunn hat den Sport vier Tage lang in seinen schillerndsten Farben präsentiert. Dass das Turnier im Rahmen der Global Champions Tour als publikumstechnischer Erfolg verbucht werden kann, ist evident. Co-Veranstalter Helmut Morbitzer ist jedenfalls überzeugt, dass der Event auch für die nächsten Jahre gerüstet ist. "Die Resonanz ist super", betonte der 71-Jährige.

Schloss als Schlüssel zum Erfolg

Fast volle Ränge am Donnerstag, danach drei pralle Tage, insgesamt rund 22.000 Zuschauer füllten die Tribünen respektive das VIP-Zelt. Hauptdarsteller waren aber nicht nur die oft mehrere Millionen teuren Pferde und ihre Reiterinnen bzw. Reiter. Denn den Glanz lieferte in aller Bescheidenheit die Sommerresidenz der Habsburger im Hintergrund. Auch wenn es aufgrund diverser Auflagen eine "schwierige Geschichte" sei: "Ohne das Schloss hätte das Turnier nicht diesen Erfolg. Es ist ganz, ganz wichtig", sagte Morbitzer.

"Leuchtturmprojekt" für den Reitsport

Springreiter mit Pferd beim Turnier vor Schloss Schönbrunn unter blauem Himmel in Wien.
© Andreas Tischler / Vienna Press

Der ehemalige Olympiareiter durfte am Schlusstag, der mit dem Grand Prix auch den Höhepunkt bot, zufrieden bilanzieren. Nicht zuletzt, weil das Turnier für den gesamten Sport in Österreich von großer Bedeutung sei. "Es braucht solche Leuchtturmprojekte, das motiviert die Sponsoren, das motiviert die Veranstalter. Für den Reitsport selber ist das wie ein Kanonenstoß", sagte Morbitzer, der gemeinsam mit Sonja Klima als Veranstalter auftritt und mit dem Mix aus Springen, Dressur, Nachwuchsbewerben und einem Kindertag eine Vielfalt schuf, "die es auf der Tour sonst nirgends gibt".

50.000 Menschen auf dem Areal

Mit der Offenheit für Schönbrunn-Besucher, die auch ohne Turnierkarte aufs Gelände - aber freilich nicht auf die Tribünen - durften, sollte auch sportfremdes Publikum gewonnen werden. So bevölkerten an allen Tagen zusammen 50.000 Menschen das Areal. "Ich will hier einen Event machen für alle, vor allem für die Kinder, für den Nachwuchs, für die Leute mit normalen Eintrittskarten. Ich versuche, die Kategorien so zu halten, dass jeder rein kann."

Prinzipiell sieht Morbitzer das Turnier auf festen Fundamenten ruhend. Dass etwa 2027 mit der Premier Jumping League eine besser als die GCT dotierte Konkurrenzserie auf den Plan treten wird, spielt für Morbitzer keine Rolle. "Ich mache das Ganze auch ohne GCT", betonte der Oberösterreicher, der sich auch um die Stars keine Sorgen macht. "Wenn ich alleine bin, ist das mit den Reitern kein Problem", sagte er und führte mit dem Schweizer Steve Guerdat den vielleicht aktuell besten Athleten als Kronzeugen an: "Er hat mir versichert, zu kommen."

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