Polen. Am Sonntag verirrte sich ein tierischer Gast auf die unterirdischen Gleise der Station "Warszawa Centralna". Die polnische Bahn informierte ihre Fahrgäste auf X humorvoll: "Achtung, Reisende! Ungebetener Gast im Bereich des Bahnhofs Warszawa Centralna. Aufgrund des unangekündigten Eintreffens von Elch Emil ist der Betrieb an den Bahnsteigen 3 und 4 vorübergehend eingestellt. Zugverspätungen sind möglich. Eisenbahner und Spezialisten sind bereits vor Ort. Die Verhandlungen laufen. Wir arbeiten daran, dass Emil sicher – aber nicht mit der Bahn – in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehrt." Unklar ist, ob es sich tatsächlich um jenen Elch Emil handelt, der im August 2025 in Österreich aufgetaucht war, oder die polnische Bahn ihn einfach nur so getauft hat.
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Zwar bekam Emil, der nach Tschechien weiter wanderte, damals einen Sender, dessen Batterie war aber bereits laut Meldungen im Oktober 2025 schon fast leer. Sein Geburtsareal wird in Polen vermutet.
Flucht durch den unterirdischen Tunnel
Das Tier vom Sonntagabend war laut Angaben der Stadtforstverwaltung unbemerkt entlang der Schienen aus dem angrenzenden Kampinos-Wald bis in das Zentrum der Zwei-Millionen-Stadt gewandert, wie der polnische Nachrichtensender "tvn24" berichtet. Gerade junge Bullen trennen sich um diese Jahreszeit von ihren Müttern, um neue Reviere zu suchen. Fahrgäste auf den Bahnsteigen zeigten sich schockiert, als der tierische Besucher plötzlich über die Schienen rannte. Ein Augenzeuge berichtete, dass manche die Meldungen zunächst für einen Scherz hielten, bevor unzählige Handys gezückt wurden, um das Spektakel zu filmen.
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Pfeil beendet die gefährliche Reise
Die Rettungsaktion gestaltete sich aufgrund der unterirdischen Lage äußerst aufwendig. Gegen 19.10 Uhr ging die erste Meldung bei der Polizei ein, woraufhin etwa zwanzig Beamte, Feuerwehrleute, Sanitäter sowie Jäger und ein Tierarzt anrückten. Während das Wildtier über die Schienen flüchtete, wurde es von Experten mit einem Betäubungspfeil in den Kopf getroffen. Der Eindringling legte sich daraufhin rasch nieder und schlief ein.
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Erfolgreiche Rettung in den Wald
Rund ein Dutzend Helfer hievten das betäubte Tier schließlich auf eine Plane, hoben es aus dem Gleisbett und trugen es hinauf in die Bahnhofshalle.
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Ein Spezialtransporter brachte den ungebetenen Gast sicher zurück in den Wald, wo er unverletzt aufwachte. Der Zugverkehr, der laut Bahnmitarbeitern für rund 80 Minuten komplett gestört war, konnte nach der erfolgreichen Bergung wieder regulär aufgenommen werden.
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