"Wie in Frankreich"

Aufruf zu Halloween-Krawallen: Verdächtige geschnappt

Brennendes Auto vor einer Statue, mit Fotos von Protesten und Aufruf zum 3. Oktober.
© Getty/TikTok
Mehrere Verdächtige konnten gefasst werden.
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Gewaltaufrufe, geplante Plünderungen und mögliche Ausschreitungen in der Halloween-Nacht haben die Polizei in Österreich auf den Plan gerufen. Über soziale Netzwerke waren in den vergangenen Tagen Aufrufe zu verschiedenen Straftaten verbreitet worden. Nun ist den Ermittlern ein erster Erfolg gelungen: Sechs mutmaßliche Hauptverantwortliche wurden ausgeforscht. Bei Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich stellten die Beamten unter anderem Schreckschusspistolen, Munition und eine Machete sicher.

Die Ermittlungen wurden vom Wiener Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung gemeinsam mit der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst aufgenommen. Im Raum stehen der Verdacht eines verbrecherischen Komplotts sowie die Aufforderung zu strafbaren Handlungen und deren Gutheißung.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien rückten Polizei und Spezialeinheiten am frühen Freitagmorgen, dem 30. Oktober, zu sechs Hausdurchsuchungen aus. Unterstützt wurden die Ermittler dabei von der WEGA und dem Landeskriminalamt Wien.

Vier Verdächtige im Alter zwischen 14 und 22 Jahren wurden zur sofortigen Vernehmung vorgeführt. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten mehrere Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete. Eine fünfte ausgeforschte Person sitzt wegen eines anderen, offenbar nicht mit den Halloween-Aufrufen zusammenhängenden Eigentumsdelikts bereits in einer Justizanstalt. Nach der sechsten Person wird gefahndet.

Motive noch unklar

Die Hintergründe und möglichen Motive der Verdächtigen sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Eine ideologische Motivation sei nach ersten Erkenntnissen nicht erkennbar. Die sechs Personen konnten laut Polizei innerhalb kurzer Zeit mit den im Internet veröffentlichten Aufrufen in Verbindung gebracht werden.

Innenminister Gerhard Karner hatte bereits am Mittwoch ein konsequentes Vorgehen angekündigt. Die Polizei werde rund um Halloween einschreiten, wann und wo es notwendig sei.

Die Behörden stellen klar, dass Halloween keine rechtsfreie Zeit ist. Mutwillige Sachbeschädigungen, Lärmerregung, Gewalt und Plünderungen werden nicht als harmlose Halloween-Streiche behandelt, sondern konsequent verfolgt. Die Ermittlungen laufen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Wien weiter.

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