Die Wiener SPÖ kommt in einer aktuellen Umfrage auf 35 Prozent der Wählerstimmen und verteidigt damit zwar den angestammten ersten Platz, von früheren Glanzwerten ist die Sozialdemokratische Partei in der Bundeshauptstadt aber ein gutes Stück entfernt. Im Gegensatz dazu legt die FPÖ weiter zu und erreicht bereits 26 Prozent. Damit rücken die Blauen den Roten deutlich an den Kragen, der Abstand ist auf weniger als 10 Prozentpunkte dahingeschmolzen.
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Gleichzeitig wäre bei diesem Ergebnis auch die rot-pinke Mehrheit im Rathaus dahin, da SPÖ und NEOS zusammen nicht über 42 Prozent kämen. Der pinke Juniorpartner liegt im W24 Stadtbarometer aktuell auf 7 Prozent der Stimmen, ebenso wie die Wiener Volkspartei, während die Grünen ein stattliches Ergebnis von 19 Prozent erreichen würden. Und auch die KPÖ hätte mit 5 Prozent allen Grund zum Jubeln.
Bund zieht Wiener SPÖ nach unten
Zur Erinnerung: Bei der Wien-Wahl 2025 war die SPÖ (39,38 Prozent) beinahe noch doppelt so stark wie die FPÖ (20,35 Prozent). Damit ist klar: Der Babler-Effekt trifft auch die Bundeshauptstadt mit voller Härte. Denn laut W24 Stadtbarometer würden heute noch 44 Prozent der Wiener Bürgermeister Ludwig direkt wählen. "Der deutliche Gegenwind aus dem Bund zieht auch eine starke Landespartei wie die SPÖ Wien nach unten", erklärt Christoph Haselmayer, Geschäftsführer vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD). FPÖ-Chef Dominik Nepp käme derzeit auf 26 Prozent, Grünen-Spitze Judith Pühringer auf 17 Prozent.
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Brisant: Trotz des Umfrage-Desasters hüllt sich Ludwig nach wie vor in Schweigen, was die Zukunft von SPÖ-Chef Andreas Babler betrifft. Dabei gilt die Wiener SPÖ vor vorgehaltener Hand als mögliches Zünglein an der Waage in der Führungsfrage auf Bundesebene. Wenn die bis dato uneinnehmbare rote Festung unter dem Gegenwind aus dem Bund weiterhin dermaßen leidet, wird die Diskussion über eine mögliche Babler-Ablöse auch in der Bundeshauptstadt immer schwieriger zu ignorieren sein.
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