Die Signa Prime - eine zentrale Gesellschaft im insolventen Signa-Konzerngebilde des pleitegegangenen Immobilieninvestors René Benko - wird Ende November als Unternehmen geschlossen.
Gläubiger wollten sogar 11 Milliarden Euro
Das Abwicklungsverfahren läuft aber danach weiter, geht aus dem mittlerweile fünften Bericht des Insolvenzverwalters Norbert Abel hervor. Demnach beliefen sich die Forderungen der Gläubiger zuletzt auf 10,96 Mrd. Euro, davon wurden 5,07 Mrd. anerkannt.
Der Masseverwalter hat zudem bereits in Summe 82,2 Mio. Euro an Anfechtungsansprüchen sowohl gerichtlich wie außergerichtlich durchgesetzt. Darin enthalten seien 15 Mio. Euro aus dem Vergleich mit der Schweizer Bank Julius Bär im Juli.
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Kaufhaus Tyrol wurde verkauft
Bisher seien zudem auch gut 4 Mrd. Euro an Gläubigerforderungen eingeschränkt oder zurückgezogen worden. Kurzfristig werden weitere Einschränkungen im Wert von über 1 Mrd. erwartet. Aktuell belaufen sich die Gläubigerforderungen auf 10,96 Mrd. Euro, davon wurden 5,07 Mrd. anerkannt, weitere 0,4 Mio. Euro sind noch ungeprüft. Forderungen im Wert von 5,88 Mrd. Euro wurden bestritten.
Ein Update gab der Insolvenzverwalter zur Verwertung einiger bekannter Immobilien im Besitz der Signa Prime. Das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck sei verkauft worden, zum Park Hyatt Am Hof in Wien gibt es wie bereits bekannt Exklusivverhandlungen. Ein Abschluss werde hier für Ende 2026 bzw. Anfang 2027 angestrebt. Zum Goldenen Quartier laufe das Verkaufsverfahren, ein Abschluss werde bis zur Jahresmitte 2027 angestrebt. Der Verkauf der Postsparkasse in einem gesonderten Insolvenzverfahren sei weit fortgeschritten.
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