Die Rax-Seilbahn erlebt zu ihrem 100-jährigen Jubiläum einen noch nie dagewesenen Besucheransturm. Vor allem Tagesausflügler aus Wien und dem Umland schätzen in diesem Sommer die Kombination aus Natur, frischer Bergluft und unkomplizierter Anreise. Allein im August verzeichnete der Traditionsbetrieb in Reichenau an der Rax 50.000 Beförderungen, was ein Plus von 7 Prozent (3.000 Beförderungen) gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Und auch der September liegt bisher deutlich über den Vergleichszahlen von 2025.
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"Wir rechnen im dritten Quartal mit einem Plus von drei bis vier Prozent. Dass wir gerade in unserem Jubiläumsjahr dieses geschichtsträchtige Ergebnis erzielen, macht mich stolz und sorgt für einen zusätzlichen Motivationsschub für die anstehende Herbstsaison. Es freut mich ungemein für mein Team, das in den letzten Monaten Herausragendes geleistet hat", freut sich Bernd Scharfegger, Betreiber der Rax-Seilbahn und Geschäftsführer des Scharfegger's Raxalpen Resorts.
Flucht vor Stadthitze
Ein Grund für den heurigen Höhenflug war sicherlich das stabile Sommerwetter - und damit einhergehend die "Stadtflucht" jener, die den Extremtemperaturen entkommen wollten. Die Rax ist von Wien aus in gut einer Stunde erreichbar, aber auch internationale Gäste aus nah und fern finden sich zunehmend im Berggebiet ein. Neben Besuchern aus den Nachbarländern Ungarn, Tschechien, Slowakei und Deutschland kommen auch immer mehr Urlauber aus Großbritannien, China und den USA.
Mehr als 200.000 Menschen nutzen die Rax-Seilbahn jedes Jahr. Davon profitieren nicht nur die Betreiber, sondern die gesamte Region: Die Gäste nächtigen in Hotels, kehren in Gaststätten ein, nutzen den öffentlichen Verkehr und sorgen so für zusätzliche Umsätze. "Sie alle sorgen für eine erhebliche regionale Wertschöpfung und die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze", betont Scharfegger, der die aktuelle, politische Diskussion über eine Einschränkung von Arbeitskräften aus Drittstaaten mit großer Sorge zur Kenntnis nimmt: "Wer einerseits mehr touristische Wertschöpfung, höhere Steuereinnahmen und sichere Arbeitsplätze in Österreich fordert, kann andererseits den Betrieben nicht jene Menschen nehmen, die diese Leistung überhaupt erst möglich machen. Diese Diskussion geht für mich teilweise völlig an der betrieblichen Realität vorbei."
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