Weitra

Beton-Wahnsinn im Waldviertel - und Weitras Antworten

Weitra von oben.
© Weitra
Niederösterreich soll Boden sparen, doch im Waldviertel wird weiter betoniert. Gleichzeitig stehen Häuser leer und Bauland liegt brach: ein Skandal mit Ansage.
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Was für ein Widerspruch! In Weitra im Waldviertel wächst am Ortsrand die Siedlung Reinprechtsfeld: Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Platz für mehr. Dabei soll doch Boden gespart werden, und für die neuen Häuser wird wieder Wiese versiegelt.

Bürgermeister Patrick Layr (ÖVP) muss nicht lange nachdenken: Die Nachfrage ist da. Der Quadratmeter kostet 40 Euro, in den Katastralgemeinden nur 23 Euro. Sein Wort dafür: "Sanfte Erweiterung".

Beton am Ortsrand

Raumplaner Hans Emrich hingegen schlägt Alarm: Gemeinden wollen wachsen, um mehr Geld aus Finanzausgleich und Kommunalsteuer zu kassieren, und Wachstum braucht Fläche. "Dafür gibt es bisher kein Regulativ."

Der Wahnsinn dabei: Bauland und Häuser gibt es genug, verkauft wird aber nicht. Häuser werden für die Kinder aufgehoben, Baugründe für die Enkel. Eine Pensionistin etwa besitzt drei Grundstücke, ihre Kinder leben woanders.

Weitra hat Antworten

Weitra dreht jetzt an der Schraube: Wer kauft, muss binnen zwei Jahren mit dem Bau beginnen, nach fünf Jahren muss das Haus stehen und der Hauptwohnsitz gemeldet sein. Sonst kauft die Gemeinde zurück. Emrich fordert eine Abgabe auf ungenutztes Bauland: "Wir haben so viele Reserven, dass man eigentlich auf längere Zeit keine neuen Widmungen mehr braucht."

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