Top secret

Das hat es mit der geheimen Seilbahn am Dachstein auf sich

Seilbahnkabel führen über verschneite Felsen des Dachstein-Gletschers unter blauem Himmel.
© Getty Images
Versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit betreibt das Bundesheer am Dachstein eine Seilbahn, die für die militärische Luftraumüberwachung von zentraler Bedeutung ist.
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Die geheime Bundesheer-Gondel führt über 1,1 Kilometer zu einer Netzfunkstelle des militärischen Luftraumüberwachungssystems "Goldhaube" am Großen Koppenkarstein.

Zwar ist die Netzfunkstelle selbst unbemannt, aber mehrmals im Monat fahren Bundesheerzuständige für Wartung und Instandhaltung hinauf.

Wie Oberstleutnant Christoph Huber von der Schwarzenbergkaserne in Salzburg gegenüber "Kleine Zeitung" erläutert, stellt die Station die Funkverbindung zwischen den Luftfahrzeugen und dem Boden für Teile der Steiermark, Oberösterreichs und Salzburgs sicher.

Abgelegene Anlage in luftiger Höhe

Dass der Standort auf rund 2.800 Metern Höhe gewählt wurde, geht auf Planungen aus den 1970er-Jahren zurück: Die topografischen Bedingungen bieten dort die ideale Reichweite für das Funksystem.

Da eine Straßenanbindung laut dem zuständigen Bauingenieur Roland Melchart unmöglich ist, musste auf spezielle Transportwege gesetzt werden. Lange Zeit übernahm ein abenteuerlicher Schrägaufzug mit Raupenbetrieb diese Aufgabe, bis dieser im Jahr 2015 keine Betriebsgenehmigung mehr erhielt. Als Ersatz wurde im Jahr 2023 die heutige Seilbahn gebaut, die Platz für bis zu acht Personen bietet und eine Nutzlast von 800 Kilogramm Material transportieren kann.

Extreme Wetterbedingungen und kuriose Begegnungen

Der Betrieb auf dem Berg verlangt nach besonderen Sicherheitsvorkehrungen, denn Windspitzen bis zu 120 km/h und meterhoher Schnee gehören hier zum Alltag. Um die Gefahr durch herabfallendes Eis zu bannen, finden außerhalb der regulären Besucherzeiten ferngesteuerte Eisbrecherfahrten statt.

Auch wenn die Anlage im Grunde verdeckt arbeitet, kommt es wegen ihrer alpinen Lage immer wieder zu kuriosen Momenten: So seien Bundesheerbedienstete auch schon von Touristen gefragt worden, ob man sie ins Tal hinunterfahren könnte.

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