Koffer bekommen auf Reisen einiges ab. Sie landen auf Gepäckbändern, werden über Bahnsteige gezogen, stehen auf schmutzigen Böden und rollen am Urlaubsort über Straßen und Gehwege. Besonders die Rollen sind dabei ständig in Kontakt mit Staub, Sand, Haaren und kleinen Steinchen. Trotzdem schenken wir ihnen meist erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie plötzlich quietschen oder sich nur noch widerwillig drehen. Ein überraschender Trick soll genau das verhindern: Klebeband auf die Lauffläche der Kofferrollen.
Kofferrollen abkleben: So funktioniert der Trick
Das Prinzip ist erstaunlich simpel: Das Klebeband wird ein- bis zweimal um die Lauffläche der Rolle gewickelt und bildet dort eine vorübergehende Schutzschicht. Dadurch kommt der Untergrund zunächst nicht direkt mit dem Rad in Kontakt. Ein Teil von Staub, Sand, Haaren und anderem Schmutz bleibt stattdessen am Klebeband hängen. Nach der Reise lässt es sich wieder abziehen und nimmt einen Teil der Verschmutzung gleich mit.
Aber Vorsicht bei Spinner-Rollen
Einfach einmal komplett um die gesamte Rolle kleben? Lieber nicht. Entscheidend ist, dass nur die Lauffläche bedeckt wird. Die Achse, Lager, Seitenflächen und vor allem das Drehgelenk von Spinner-Rollen müssen frei bleiben. Gelangt Klebeband in den Mechanismus, kann sich das Rad anschließend schlechter drehen und dann wäre aus dem Schutztrick ziemlich schnell ein neues Kofferproblem geworden. Vor dem Losfahren deshalb unbedingt testen, ob sich alle Rollen weiterhin frei bewegen und der Koffer problemlos rollt.
Welches Klebeband eignet sich?
Wer den Trick ausprobieren möchte, sollte zu einem robusten Klebeband greifen. Gewebe- oder Panzertape hält Feuchtigkeit und Reibung besser aus als etwa Kreppband. Eine mögliche Alternative ist selbstverschweißendes Silikonband. Es haftet hauptsächlich an sich selbst und hinterlässt dadurch weniger klassische Kleberückstände. Dünnes Isolierband kann sich bei Wärme verschieben, während Kreppband auf nassem oder rauem Untergrund schneller reißen kann. Für eine Reise ist deshalb möglichst widerstandsfähiges Material die bessere Wahl.
Kofferrollen bekommen tatsächlich einiges ab
Der Trick ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Kofferhersteller weisen selbst darauf hin, dass Rollen regelmäßig von Steinchen, Haaren und anderen Ablagerungen befreit werden sollten. Solche Rückstände können dazu führen, dass sich die Rollen schwerer bewegen und langfristig stärker verschleißen. Gerade kleine Spinner-Rollen sind auf unebenem oder sehr rauem Untergrund nicht unbedingt in ihrem Element.
Das Klebeband sollte außerdem nicht dauerhaft auf den Rollen bleiben. Je länger es klebt, desto größer das Risiko von Kleberückständen. Nach der Reise deshalb einfach vorsichtig abziehen und die Rollen ohnehin kurz kontrollieren. Bei dieser Gelegenheit lassen sich auch gleich Haare, Fäden oder kleine Steinchen entfernen, die sich möglicherweise in der Mechanik festgesetzt haben.
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