Peter de Caluwe
Das ist der neue Intendant der Salzburger Festspiele
Salzburg. Peter de Caluwe, Belgier des Jahrgangs 1963 und von 2007 bis 2025 Intendant der Oper Monnaie in Brüssel, wird nach dem Festival 2027 Intendant der Salzburger Festspiele. Das wurde der APA am Mittwoch aus Kuratoriumskreisen bestätigt. Offiziell soll die "Zukunft der Salzburger Festspiele" am Freitag um 10 Uhr im Großen Festspielhaus enthüllt werden. Sie wird auch die Vertragsverlängerung von Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer umfassen.
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Die Verhandlungen mit der zuletzt kolportierten Doppelspitze aus der Amsterdamer Opernchefin Sophie de Lint und Regisseur Barrie Kosky dürften am Dienstagabend an der genaueren Ausgestaltung der Verträge und der Aufgabenverteilung der beiden geplatzt sein. Am frühen Mittwochnachmittag berichteten die "Salzburger Nachrichten" online, dass die Gespräche eine neue Wendung genommen hätten. Mit de Caluwe wurde man dann offenbar rasch einig.
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Bereits 2013 in der engsten Auswahl
Der künftige Festspielchef war bereits 2013 in der engsten Auswahl für die Nachfolge von Interimschef Sven-Eric Bechtolf. Damals wurde Markus Hinterhäuser, der 2011 nach Jürgen Flimm bereits ein Jahr lang den Salzburger Intendantenposten bekleidet hatte, bestellt. Trotz einer künstlerisch wie finanziell erfolgreichen Intendanz verständigte man sich im März darauf, Hinterhäuser bis zum Ende seines Vertrages am 30. September 2026 freizustellen und auf die an sich akkordierte Vertragsverlängerung bis 2031 zu verzichten. Die genauen Umstände, die dazu führten, sind bis heute ebenso wenig offengelegt wie die Details des Auflösungsvertrags, über den Stillschweigen vereinbart wurde.
Die Festspiele 2027 werden von Interimsintendantin Karin Bergmann geplant und durchgeführt, die für 2028 noch vorplant. Die neue Intendanz übernimmt demnach mit Ende der Festspiele 2027. Nach übereinstimmenden Medienmeldungen dürfte am Freitag auch eine Vertragsverlängerung von Präsidentin Kristina Hammer (57) mit 1. Jänner 2027 bekanntgegeben werden.
Hochkarätige Findungskommission
Bei der nach der einvernehmlichen Trennung von Intendant Markus Hinterhäuser durchgeführten Ausschreibung der künstlerischen Leitung der Festspiele hatten sich vier Frauen und 17 Männer, rund ein Zehntel davon aus Österreich, fristgerecht beworben. Eine Findungskommission, bestehend aus dem Dirigenten Franz Welser-Möst, dem langjährigen Geschäftsführer der Bundestheater-Holding Christian Kircher sowie den Intendantinnen Nora Schmid von der Semperoper Dresden und Sonja Anders vom Hamburger Thalia-Theater, bewertete anschließend die Konzepte und führte Hearings durch. Nach dem Scheitern der Spitzenkandidaten hatte man nun offenbar eine hochkarätige Alternative parat.
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