Medien Beben

Deutscher Minister will ARD und ZDF zerschlagen

Ein Mann im Anzug lacht und steht vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin.
© APA/AFP/ODD ANDERSEN
Der deutsche Medienstaatsminister Wolfram Weimer bringt eine Privatisierung des ZDF sowie eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten ins Gespräch. Das System brauche grundlegende Reformen. Das würde nichts anderes als die Zerschlagen von ARD und ZDF in ihrer aktuellen Form bedeuten.
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Bei einer internen Rede im Rahmen einer rechtspolitischen Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin stellte der parteilose Medienstaatsminister Wolfram Weimer die bisherige Form von ARD und ZDF infrage. Laut Berichten der Katholischen Nachrichten-Agentur verwies Weimer darauf, dass es nicht nur zwischen den Sendern, sondern auch innerhalb der Gruppen parallele Strukturen gebe.

Ein Mann im Anzug mit roter Krawatte steht vor rotem "Bild 100"-Hintergrund und lächelt.
Wolfram Weimer © EPA

Neue Pläne für die ARD

Im Gespräch mit Intendanten sei deutlich geworden, dass kleinere Wellen wie Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk nicht zwingend eigenständig bleiben müssten. Stattdessen könnten größere Senderverbünde entstehen. Weimers Vision ist ein "Kleeblatt im System" mit nur noch vier oder fünf Rundfunkanstalten.

Diskussion um eine ZDF-Privatisierung

Auch die Privatisierung des ZDF wurde von Weimer ausdrücklich angesprochen. Er kritisierte die Wettbewerbssituation für private Medienhäuser, die durch die Beitragsfinanzierung benachteiligt seien. Laut Weimer stünden die "RTLs dieser Welt" mit dem Rücken zur Wand.

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