Ermittlungen

Drohnen-Alarm: Russischer Geheimagent steckt dahinter

© IMAGO/Chris Emil Janßen
Die Ermittlungen zum gescheiteren Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle im Osten Deutschlands führen einem Medienbericht zufolge direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU.
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Laut der "Welt am Sonntag" benennen geheime Ermittlungsunterlagen einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation. Bei dem Verdächtigen handle es sich um eine Person aus Russland, berichtete das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise. Er habe die Vorbereitung organisiert.

Der Mann sei über die Türkei nach Deutschland eingereist und später über den Flughafen Berlin-Brandenburg nach Serbien ausgereist. Den Ermittlern sei seine Verbindung zum Geheimdienst bei der Einreise bekannt gewesen, er sei jedoch nicht observiert worden. Der Mann halte sich inzwischen wieder in Russland auf. Die Regierung in Moskau weist jede Beteiligung zurück.

Hybrider Krieg Moskaus

Am Abend des 4. August war auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine entdeckt und entschärft worden. Später wurden zwei weitere Drohnen gefunden. Die Spur zu den Verdächtigen führte der deutschen Regierung zufolge unter anderem über Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Zündtechnik. Diese seien am Tatort sichergestellt worden und aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt.

Die deutsche Regierung hatte Russland Anfang September offiziell für den Vorfall verantwortlich gemacht und als Reaktion unter anderem das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen. Moskau reagierte darauf mit der Schließung mehrerer deutscher Kulturinstitute (Goethe-Institute) in Russland. Deutschland und die NATO unterstützen die Ukraine in ihrem jahrelangen Abwehrkrieg gegen Russland.

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