Auf A9 gestoppt

Gestohlener 3-Millionen-Bolide gehört dem Bugatti-CEO

Ein Mann steht vor einem schwarzen Supersportwagen auf einem Parkplatz unter bewölktem Himmel.
© Instagram/ materimac
Am Mittwochabend konnte die steirische Polizei einen gestohlenen Bugatti Chiron sicherstellen. Nun wurde bekannt, wem der Supersportler gehört. Ausgerechnet der Bugatti-CEO Mate Rimac war das Opfer des Diebstahls.
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Mate Rimac (38) ist der Gründer des E-Supersportwagenherstellers Rimac. Heute ist er der CEO von Bugatti und Rimac und gehört zu den wichtigsten Personen in der europäischen E-Autoindustrie. Auf Instagram gibt Rimac regelmäßig Einblick in seinen Alltag als CEO. In seinem neuesten Video berichtet er über einen verrückten Diebstahl auf seinem Firmengelände.

Sein 1.500 PS starker Bugatti Chiron Sport wurde auf dem nicht eingezäunten Firmengelände von Rimac bei Zagreb (Kroatien) gestohlen. Jener Wagen wurde am Mittwochabend auf der Autobahn A9 bei Seiersberg-Pirka (Steiermark) sichergestellt, wie oe24 berichtete. Rimac erklärte auf Instagram: "Aufs Gelände kann jeder. Die Gebäude können aber nur Mitarbeiter mit entsprechenden Badges betreten."

Rimac ließ Schlüssel im Auto

Doch wie konnte der Dieb das Auto stehlen? Rimac erzählte: "Wie immer ließ ich die Schlüssel im Auto liegen. Kroatien ist ein sehr sicheres Land – und ich machte das bisher immer so." Zudem benützen seine Mitarbeiter regelmäßig den Bugatti Chiron zu Testfahrten. Somit ist es einfacher, dass der Schlüssel immer im Wagen ist.

Weiter sagte der Bugatti-CEO: "Meistens weiß ich gar nicht, wo mein Chiron Sport gerade ist, weil er häufig von Mitarbeitern oder Freunden bewegt wird. Ich hätte den Diebstahl wohl gar nicht bemerkt, wäre nicht jemand zu mir gekommen und hätte mich darauf aufmerksam gemacht." Er fragte in einem Freunde-Gruppenchat nach, ob irgendwer seinen Supersportwagen gesehen hätte. Jedoch verneinten sie.

Versuchte den Täter einzuholen

Aus diesem Grund alarmierte Rimac die Polizei und kontrollierte die GPS-Daten des Fahrzeuges. Da wusste er, dass sich sein Wagen in Richtung Slowenien befand. Rimac: "Ich versuchte, ihn noch mit meinem vollgetankten Porsche 911 einzuholen, weil der Chiron früher zum Tanken muss. Doch der Dieb hatte den Tank des Bugatti an einer Tankstelle bereits wieder zur Hälfte gefüllt – natürlich ohne zu bezahlen …"

Die Jagd ging bis nach Österreich. An einer Raststätte auf der Autobahn A9 bei Seiersberg-Pirka (Steiermark) spürten die österreichischen Polizisten den gestohlenen Drei-Millionen-Wagen auf. Rimac verriet: "Ich wollte den Dieb sogar nach Hause chauffieren. Denn wer so etwas tut, hat genug Probleme im Leben. Der Langfinger kam ursprünglich auf den Campus, um sich für einen Job bei uns zu bewerben. Dann hat er das Auto und die Schlüssel gesehen – und konnte der Versuchung nicht widerstehen. Sein Ziel wäre Deutschland gewesen."

Rimac verzichtet auf Anzeige gegen 36-jährigen kroatischen Täter. Bei der Jagd soll zudem die Stoßstange des Bugattis beschädigt worden sein. Trotzdem muss sich der 36-Jährige auf Ärger einstellen. Auf Grund des enormen Wertes des Wagens wird gegen ihn in Kroatien und Österreich ermittelt. Rimac verzieh dem Täter: "Ich hoffe, die Geschichte geht glimpflich für ihn aus und er hat was daraus gelernt." Eine Sache hat der CEO nach diesem Vorfall gelernt: "Die Schlüssel werde ich künftig sicher nicht mehr im Auto lassen. Ihr braucht also euer Glück nicht mehr zu versuchen."

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