Wahl-Schweiß

Hitze-Hirn: Schwitzen wir uns politisch GRÜN?

Wenn uns die Hitze das Hirn verbrennt.
Wenn das Thermometer glüht, wandert das Kreuzerl offenbar nach grün. Das behauptet eine neue Studie aus Laxenburg, die man allerdings mit kühlem Kopf lesen sollte.
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Ein Team um Umweltsoziologe Roman Hoffmann vom IIASA in Laxenburg (NÖ) wertete Daten aus 25 Ländern aus, darunter Österreich. Der Zeitraum: 2012 bis 2022. Ergebnis: Nach ungewöhnlich heißen Tagen sorgen sich die Menschen mehr ums Klima und wählen eher grüne Parteien.

Pro zusätzlichem Hitzetag pro Woche im Jahresschnitt steigt die Wahrscheinlichkeit für ein grünes Kreuzerl um 5,0 Prozentpunkte. Am stärksten sollen "geringer gebildete Männer" reagieren, die sonst eher weniger umweltbewusst sind.

Nicht überall zieht es

Auch der Job spielt eine Rolle: Im Dienstleistungssektor schlägt die Hitze stärker aufs Wahlverhalten als in Landwirtschaft und Industrie. In wirtschaftlich schwächeren Regionen oder bei klimabeeinflussenden Industrien bleibt der Effekt hingegen klein. Der Geldbeutel schwitzt eben mit.

Hoffmann fordert deshalb mehr Unterstützung für Regionen, die beim Abschied von fossilen Brennstoffen schlechter aussteigen. Fazit: Ob die Wahlentscheidung wirklich vom Wetter kommt oder auch andere Faktoren mitspielen (was anzunehmen ist), bleibt eine Frage für die nächste Studie.

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