Angriffe

Houthi und Regierungstruppen liefern sich heftige Gefechte

Houthi
© Getty Images
Im Jemen führen Regierungstruppen und ihre Verbündeten, darunter Saudi-Arabien, weiter heftige Gefechte gegen die Houthi-Miliz.
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Regierungstruppen flogen nach eigenen Angaben mehrere Luftangriffe auf Stellungen der Houthis in der Provinz Taiz. Bei den Angriffen seien Ziele im Süden der Provinz sowie in der Hafenstadt Mokka getroffen worden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Nach Angaben der Houthis tötete ein saudi-arabischer Angriff auf Mokka mindestens sieben Menschen.

Der Houthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete, dass unter den Opfern zwei Kinder waren, sechs weitere Personen seien verletzt worden. Der Sender warf der von Saudi-Arabien geführten Koalition vor, Wohnhäuser angegriffen zu haben. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Al-Masirah meldete darüber hinaus saudische Raketenangriffe auch in der nördlichen Provinz Saada, eine der wichtigsten Hochburgen der Houthis.

Blitzoffensive der Houthis

Die Houthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer verkündet und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Dabei brachten sie auch Mokka unter ihre Kontrolle. Die gegenseitigen Angriffe der verfeindeten Lager nahmen daraufhin stark zu.

Saudi-Arabien hatte auf das Vorrücken der Houthis im Jemen mit zahlreichen Luftangriffen auf von den Houthis kontrollierte Gebiete reagiert. Es konnte den Vormarsch der Miliz in Richtung Rotes Meer jedoch nicht aufhalten. Nach UNO-Angaben sind seit der Wiederaufnahme der Kämpfe hunderte Menschen getötet und mehr als 110.000 Menschen vertrieben worden.

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudi-arabischem Öl. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormuz am Persischen Golf durch Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs vor rund sechseinhalb Monaten hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

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