In Krakau

Schüsse auf Marktplatz: Fünf Tote und zehn Verletzte bei Attentat

Polizeifahrzeuge und Einsatzkräfte mit Blaulicht am Hauptmarkt in Krakau bei Nacht.
© Getty Images
Nach tödlichen Schüssen auf dem belebten Hauptmarkt im polnischen Krakau läuft eine beispiellose Großfahndung. Mindestens fünf Menschen verloren ihr Leben, zehn Personen wurden teils schwer verletzt.
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Ein Verbrechen erschüttert die südpolnische Kulturmetropole Krakau. Mitten am helllichten Nachmittag fielen auf dem weltberühmten Marktplatz plötzlich mehrere Schüsse. Laut ersten Berichten des polnischen Nachrichtenportals "Onet" wurden die Schüsse gezielt aus einem fahrenden Fahrzeug abgegeben. Panik brach unter den Passanten und Touristen aus, als die Projektile einschlugen und Menschen zu Boden stürzten.

Die Rettungskräfte wurden kurz nach 15:00 Uhr alarmiert und eilten mit einem Großaufgebot zum Tatort. Die Feuerwehr bestätigte rasch das verheerende Ausmaß des Vorfalls: Mindestens fünf Personen erlagen  ihren schweren Verletzungen. Zehn weitere Opfer mussten mit Schusswunden erstversorgt und in umliegende Spitäler eingeliefert werden.

Großeinsatz und Rettungshubschrauber im Zentrum

Unmittelbar nach den ersten Notrufen riegelten die Einsatzkräfte den historischen Marktplatz weiträumig ab. Neben zahlreichen Rettungswagen war auch ein Rettungshubschrauber direkt im Einsatz, um lebensgefährlich verletzte Personen schnellstmöglich in Spezialkliniken zu fliegen.

Hubert Ciepły, Sprecher der Krakauer Feuerwehr, bestätigte die traurige Opferbilanz gegenüber dem Nachrichtensender TVN24 und richtete einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: "Ich bitte alle dringend, sich in Sicherheit zu bringen." Die Bewohner der Stadt sowie Besucher wurden angewiesen, den Innenstadtbereich großräumig zu meiden und in Gebäuden zu verbleiben.

Die Fakten zur Schießerei im Überblick

  • Tatort: Marktplatz (Rynek Główny) im Zentrum von Krakau
  • Tathergang: Schüsse wurden aus einem fahrenden Auto auf Passanten abgefeuert
  • Opfer: Mindestens 5 Todesopfer, 10 Verletzte in Spitälern
  • Alarmierung: Kurz nach 15:00 Uhr
  • Täterstatus: Auf der Flucht, Identität und Tatfahrzeug Gegenstand der Fahndung
  • Motiv: Völlig unklar, Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Großfahndung der Polizei nach flüchtigem Täter

Sämtliche verfügbaren Polizeistreifen der Region rückten unverzüglich zum Tatort aus. Die Exekutive leitete eine Alarmfahndung ein, die inzwischen auf das gesamte Umland und wichtige Ausfallstraßen ausgeweitet wurde. Die Identität des Schützen ist zur Stunde noch völlig ungeklärt, ebenso existieren noch keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche Mittäter oder den genauen Fluchtweg des Wagens.

Auch über das Motiv und die Hintergründe der Tat herrscht bislang Ungewissheit. Ob es sich um eine terroristische Tat, eine Abrechnung im kriminellen Milieu oder die Tat eines Einzeltäters handelt, ist Gegenstand intensiver kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Polens Regierungschef Donald Tusk schaltet sich ein

Die Bluttat hat umgehend die höchste politische Ebene in Warschau alarmiert. Polens Premierminister Donald Tusk meldete sich persönlich über die Plattform X zu Wort und unterstrich den Ernst der Lage: "Ich werde durch den Innenminister laufend über die Lage in Krakau nach der tragischen Schießerei informiert. Die Polizei untersucht den Hintergrund und alle Umstände des Attentats."

Die Behörden kündigten an, laufend über neue Erkenntnisse zur Fahndung und zum Gesundheitszustand der verletzten Personen zu informieren. Die Fahndungsmaßnahmen laufen mit Hochdruck weiter.

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