Schreiduell
Linken-Politikerin sorgt für Mega-Eklat im Bundestag
Die Linken-Abgeordnete unterbrach den AfD-Sozialpolitiker René Springer so lange und so laut, dass Sitzungsleiterin Andrea Lindholz (CSU) eingriff – erst ermahnend, dann förmlich. Köktürk nannte Springers Ausführungen "bescheuert" und rief: "Was ist das für eine rassistische Scheiße?" Als Lindholz den ersten Ordnungsruf androhte, antwortete sie: "Dann gibt’s den halt." Nach dem Ruf wandte sie sich gegen die Vizepräsidentin: "Jetzt schützen Sie die Faschisten." Lindholz: "Nee, ich schütze hier gar keine Faschisten, jetzt gibt es den nächsten Ordnungsruf."
Köktürk verließ den Saal unter weiteren Rufen; Kolleginnen und Kollegen der Linken folgten teilweise. Lindholz wertete den Abgang als freiwillig. Ein Sitzungsausschluss wäre erst beim dritten Ruf in derselben Sitzung möglich gewesen.
Auch AfD-Politiker als Faschisten beschimpft
Nach der Geschäftsordnung droht ein Ordnungsgeld von 2000 Euro, wenn innerhalb von drei Sitzungswochen dreimal zur Ordnung gerufen wird. Köktürk steht damit für die Wochen Ende September und Anfang Oktober unter besonderem Druck. Der Anlass der Zwischenrufe war Springers Ankündigung, die AfD wolle nach einer Regierungsübernahme "in den sozialen Sicherungssystemen aufräumen": Grundsicherung "in erster Linie" für Deutsche, bei Abschiebepflichtigen und Personen mit Haftbefehl im Jobcenter sollten "die Handschellen klicken". Solche Sätze sind im Parlament zulässig, solange die Sitzungsleitung das Rederecht schützt – genau das interpretierte Köktürk als Parteinahme.
Bereits im Juni 2026 erhielt die Linken-Politikerin von Bundestagsvize Omid Nouripour einen Ordnungsruf, weil sie AfD-Abgeordnete als "gewaltbereite Faschisten" bezeichnet hatte.
Und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner verwies sie des Saales, weil sie ein T-Shirt mit der Aufschrift "Palestine" trug; politische Botschaften auf der Kleidung sind im Plenum unerwünscht. Zuvor hatte sie sich mit Kufiya im Saal fotografieren lassen.
Klöckner hat öffentlich einen "Wettlauf" um Ordnungsrufe zwischen AfD und Linken beklagt und betont, der Plenarsaal sei keine Bühne für Clips. Zwischenrufe gehören zum Parlament – die Geschäftsordnung zieht die Grenze dort, wo die Sitzung nicht mehr zu leiten ist.
Das Video vom jüngsten Eklat wird bereits vielfach auf X geteilt: https://x.com/RA_Conrad/status/2098392389052186686?s=20
OE24 TV Live-Stream
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