Salzburg. Ein Vorfall vom August aus Seekirchen zieht nun politische Konsequenzen nach sich. Bei der verzweifelten Rettung einer 85-jährigen Frau aus dem Wallersee sahen zahlreiche Badegäste tatenlos zu und filmten anstatt den Rettern Platz zu machen.
Laut Feuerwehrmann Georg Segmüller konnte nicht einmal der Notarzthubschrauber sofort landen. Dieser musste auf einen anderen Platz ausweichen und der Notarzt musste dann per Einsatzfahrzeug zum Steg gebracht werden, wie das Portal "Salzburg24" berichtet.
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Einstimmiger Beschluss für härtere Konsequenzen
Der Salzburger Landtag beschloss deshalb am Mittwoch einstimmig einen Antrag für härtere Strafen. Initiator Andreas Hochwimmer (FPÖ) fordert vom Bund höhere Geldstrafen bei Behinderungen, längere Freiheitsstrafen in schweren Fällen sowie strengere Regeln gegen das unbefugte Filmen und Verbreiten von Opfer-Aufnahmen. Einsatzkräfte brauchten vollen Schutz und Respekt, um sich ganz auf das Retten von Menschen zu konzentrieren.
Bisherige Rechtslage reicht nicht aus
Die bisherigen Strafen reichen der Salzburger Politik offenbar nicht aus: Wer Anweisungen ignoriert, riskiert aktuell bis zu 750 Euro Geldstrafe oder bei schweren Fällen sogar eine Woche Haft. Filmen am Steuer kostet ab 50 Euro, und das Verbreiten von Fotos zieht rechtliche Folgen nach sich. Nun liegt der Ball beim Bund in Wien, die Gesetze entsprechend nachzuschärfen.
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