Die UEFA greift nach heftigen Fan-Ausschreitungen durch und verhängt gegen den slowakischen Meister eine empfindliche Strafe. Die Anhänger von Slovan dürfen in Linz keine Auswärtstickets für das Königsklassen-Spiel am Dienstag (ab 21 Uhr, HIER im Sport24-Liveicker) erhalten, dazu muss der Klub 40.000 Euro zahlen.
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Auslöser waren die schweren Krawalle beim jüngsten Champions-League-Auftritt gegen die AS Roma, den Slovan mit 0:4 verlor. Doch nicht das Ergebnis sorgte für Schlagzeilen, sondern das Verhalten eines Teils der mitgereisten Fans. Rund 2.000 Anhänger waren in Rom dabei, darunter laut Medienberichten auch etwa 200 polnische Ultras von Wisła Krakau. Zwischen den beiden Fanlagern besteht seit Jahren eine enge Freundschaft – polnische Anhänger begleiten Slovan deshalb immer wieder bei internationalen Spielen.
Auch Sturm bekam Slovan-Chaoten zu spüren
In Rom eskalierte die Situation schließlich: Teile der Gäste-Fans versuchten, aus dem Auswärtssektor auszubrechen und in Richtung der Roma-Anhänger vorzudringen. Absperrungen wurden attackiert, Gegenstände flogen, schließlich kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Szenen, die nun ein deutliches Nachspiel haben.
Für Slovan ist die Sanktion besonders bitter, denn der Klub gilt als Wiederholungstäter. Auch in Österreich sorgten seine Anhänger bereits für Ärger: Beim Europacup-Spiel gegen Sturm Graz 2024 wurden Toiletten demoliert und Teile der Stadion-Infrastruktur beschädigt. Schon damals reagierte die UEFA mit Geldstrafen und einem Auswärtsfan-Ausschluss.
Der slowakische Meister, bei dem auch Ex-ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer unter Vertrag steht, will gegen das Urteil vorgehen. Ob der Protest noch etwas bewirkt, bleibt abzuwarten. Für den LASK ist die Ausgangslage jedenfalls klar: Am Dienstag wird der Gästesektor in der Raiffeisen-Arena leer bleiben – zumindest nach aktuellem UEFA-Urteil.
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