Entschädigung

Nach Millionenraub in Paris: Kim Kardashian erhält nur 1 Euro Entschädigung

© WWD via Getty Images
Jahre nach dem dramatischen Millionenraub in einer Pariser Luxusresidenz hat ein französisches Gericht den zivilrechtlichen Schlusspunkt gesetzt und Kim Kardashian eine Entschädigung zugesprochen. Die weltbekannte Reality-Ikone erhält allerdings exakt einen einzigen Euro.
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Im Herbst 2016 erschütterte ein Kriminalfall die internationale Medienwelt: Bewaffnete Täter drangen während der Fashion Week in die Pariser Unterkunft von Kim Kardashian ein, bedrohten die US-Amerikanerin und erbeuteten Juwelen im Gesamtwert von rund acht Millionen Euro. Alleine der gestohlene Verlobungsring von Kardashian machte rund die Hälfte des gesamten Schadens aus – sein Wert belief sich auf rund vier Millionen Euro. Nun hat die französische Justiz offiziell über die zivilrechtlichen Entschädigungsansprüche entschieden. Kim Kardashian erhält demnach die symbolische Summe von einem Euro.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hatte die Unternehmerin bewusst auf eine finanzielle Millionenentschädigung verzichtet und bei den Richtern lediglich diesen einen Euro geltend gemacht. Für Kardashian zählte vor allem die rechtliche Feststellung der Schuld und die juristische Genugtuung, nicht ein monetärer Ausgleich.

Reue-Brief aus dem Gefängnis erreichte den Star nie

Für besonderes Aufsehen im Laufe des Prozesses sorgte das Verhalten eines der verurteilten Täter. Der Mann vollzog während der Verhandlungen einen bemerkenswerten Sinneswandel, bereute seine Beteiligung an der Tat öffentlich und unternahm den Versuch, sich direkt an das prominente Opfer zu wenden.

Da der Angeklagte infolge einer jahrelangen schweren Erkrankung seine Stimme verloren hatte und zudem kaum noch hören konnte, verfasste er laut Mirror eine handschriftliche Nachricht auf einem Zettel. Darin schrieb er wörtlich: "Mir fehlen die Worte, um zu sagen, wie leid es mir tut. Ich bitte tausendmal um Entschuldigung." Zu einer direkten Aussprache kam es allerdings nie: Das Schreiben wurde von der Pariser Staatsanwaltschaft abgefangen und Kim Kardashian nie persönlich übergeben.

Das Ende eines endlosen Promi-Krimis

Nach jahrelangen Ermittlungen, Zeugenaussagen und Verhandlungstagen ist das Kapitel Paris für Kim Kardashian damit vor den Gerichten abgeschlossen. Während die gestohlenen Juwelen wohl für immer verschwunden bleiben, hat der Star sein juristisches Ziel erreicht: Die Täter sitzen hinter Gittern, der betroffene Hotelmitarbeiter erhält finanzielle Hilfe und Kardashian hat mit dem symbolischen Ein-Euro-Urteil ein klares Statement gesetzt.

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