Monatelang vermisst

"Nicht freiwillig gegangen": Wo ist Michaela B.?

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Seit mehr als sieben Monaten fehlt von Michaela B. aus der Steiermark jede Spur. Die 48-Jährige verließ am 11. Februar ihre Wohnung – seither rätselt ihre Familie, was mit der vierfachen Mutter passiert sein könnte.
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Wie mehrere Medien berichten, nahm Michaela B. damals lediglich ihren Führerschein, Reisepass und etwas Bargeld mit. Auf ihrem Handy fanden Angehörige später ein Ticket für einen Nachtzug von Wien nach Hamburg.

Das Ticket für die Fahrt am 11. Februar wurde laut ÖBB tatsächlich genutzt. Wer damit unterwegs war, ist allerdings unklar. Bezahlt wurde die Fahrkarte mit einem Gutschein – laut Familie könnte dieser von einem Mann stammen, den Michaela über das Internet kennengelernt hatte.

Auf ihrem Handy fanden die Angehörigen außerdem Suchanfragen nach einem Hotel in Hamburg. Dabei soll es sich um das "NYX"-Hotel in der Frankenstraße gehandelt haben. Ob Michaela dort tatsächlich ankam, ist nicht bekannt.

Familie vermutet Dating-Falle

Für die Angehörigen verdichten sich inzwischen die Hinweise auf eine mögliche Dating-Falle. Eine Frau, die Michaela über ein Dating-Portal kannte, berichtete demnach, dass die 48-Jährige dort durch ihre große Sorglosigkeit aufgefallen sei.

Sie soll bereit gewesen sein, sich mit Männern an abgelegenen Orten zu treffen, die sie lediglich unter ihren Online-Namen kannte.

Michaela ließ zudem ihr Handy, ihre Geldbörse sowie Bank- und Krankenkassenkarten zu Hause. Auch ihre Smartwatch nahm sie nicht mit. Ihren vier Chihuahuas stellte sie lediglich Futter für drei Tage bereit.

Für die Familie spricht das gegen einen längeren geplanten Aufenthalt. Auch Cousin Richard S. zeigt sich ratlos: Wenn Michaela verreist sei, habe sie ihren Kindern normalerweise Bescheid gegeben.

Mysteriöse Mail nach ihrem Verschwinden

Besonders rätselhaft ist eine Nachricht, die zehn Tage nach ihrem Verschwinden bei der Polizei in Graz einging. Der Absender gab sich als Michaela B. aus und schrieb: "Ich bin nicht freiwillig gegangen."

Nach Angaben der Familie soll die E-Mail von einem Darknet-Server verschickt und aufwendig verschlüsselt worden sein. Angehörige bezweifeln allerdings, dass Michaela selbst dahintersteckt. Sie habe sich mit solchen technischen Dingen nicht ausgekannt.

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Auch die Schreibweise der Nachricht habe die Familie misstrauisch gemacht. Cousin Richard S. vermutet deshalb, dass die Mail möglicherweise unter Druck verfasst worden sein könnte.

Die Landespolizeidirektion Steiermark äußert sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht näher. Bestätigt ist lediglich, dass Michaela B. weiterhin als vermisst gilt.

Weitere rätselhafte Nachrichten

Die Familie berichtet zudem von weiteren ungewöhnlichen Nachrichten. Eine Zeugin, die Michaela über ein Dating-Portal kannte, soll während eigener Nachforschungen eine Snapchat-Nachricht von einem Unbekannten erhalten haben.

Der darin angegebene Standort führte ausgerechnet zum Familiengrab von Michaela B. in Niederösterreich.

Auch Cousin Richard S. erhielt demnach eine Nachricht über TikTok. Darin soll ihm das Foto eines Fallbeils geschickt worden sein.

Familie fürchtet um ihr Leben

Seit dem 11. Februar fehlt weiterhin jede gesicherte Spur der 48-Jährigen. Gemeinsam mit einem Privatdetektiv, dem Verein "Österreich findet euch" und einem Anwalt versucht die Familie, mehr über ihr Verschwinden herauszufinden.

Für die Angehörigen wird die Ungewissheit immer belastender. Richard S. hält inzwischen auch die Möglichkeit für denkbar, dass Michaela festgehalten wird oder nicht mehr am Leben ist.

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