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Nix für Gläubiger: Jagerhofers MyRobin hinterlässt Millionen-Loch
Rund eineinhalb Jahre nach der Eröffnung des Konkursverfahrens über das Start-up MyRobin herrscht für alle Beteiligten bittere Gewissheit. Die rund 30 Gläubiger des Unternehmens erhalten keinen einzigen Cent aus der Konkursmasse, berichtet die Kleine Zeitung.
Das geht aus der aktuellen Schlussrechnung hervor, die vom Landesgericht Klagenfurt genehmigt und in der Ediktsdatei der Republik Österreich veröffentlicht wurde.
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Masseverwalter Bernhard Fink hält laut Bericht unmissverständlich fest: "Auf die Insolvenzgläubiger entfällt keine Quote." Lediglich ein Teil der Masseforderungen – darunter Verfahrens- und Verwaltungskosten sowie offene Steuern und Abgaben – konnte mit den vorhandenen Mitteln bedient werden. Für die rund 30 Gläubiger bedeutet dies einen Totalausfall ihrer angemeldeten Forderungen.
Die Insolvenz-Zahlen des Start-ups im Überblick
Das Unternehmen MyRobin, das seine Wurzeln im Jahr 2012 hat und als Mitfahrbörse für Pakete konzipiert war, schlitterte im Mai des Vorjahres in die Pleite. Eine Weiterführung oder Sanierung stand von Beginn an nicht zur Debatte:
- Passiva: Rund 3,9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten
- Aktiva: Lediglich rund 722.590 Euro an vorhandenem Vermögen
- Überschuldung: Rechnerisch rund 3,2 Millionen Euro Loch
- Betroffene: Rund 30 Gläubiger stehen mit leeren Händen da
Die Insolvenz reiht sich in eine ganze Kette wirtschaftlicher Rückschläge für den bekannten Event-Manager ein. Zuvor gerieten bereits seine traditionsreiche Event-Firma Acts, die Acts Sportveranstaltungen GmbH sowie die Houseofweb GmbH in die Zahlungsunfähigkeit.
Acts Communication: Kuriose Hürde bei Palais-Verkauf beseitigt
Wesentlich mehr Bewegung gibt es hingegen im Konkursfall der Acts Communication GmbH, die im März 2025 mit Passiva von sechs Millionen Euro bei rund 80 Gläubigern per Eigenantrag Konkurs anmeldete. Das größte Asset im Firmenvermögen ist das historische Stadtpalais Herbertstöckl am Klagenfurter St. Veiter Ring 1. Jagerhofer hatte das Anwesen im Jahr 2022 gekauft, um dort ein großes Udo-Jürgens-Museum einzurichten. Das Projekt scheiterte an nicht ausräumbaren Unsicherheiten.
Die Verwertung des 3.151 Quadratmeter großen Grundstücks wurde bisher durch ein kurioses Detail blockiert. Die einzige Zufahrt führte durch ein denkmalgeschütztes, schmiedeeisernes Tor samt Mauerteil, das in den 1990er-Jahren in das öffentliche Gut der Stadt Klagenfurt übertragen worden war.
Dieses Hindernis konnte Masseverwalter Fink nun aus dem Weg räumen. In Abstimmung mit den Gläubigern kaufte die Masse der Stadt Klagenfurt die rund 100 Quadratmeter große Zufahrtsfläche für knapp 22.000 Euro ab. "Der Ankauf war notwendig", bestätigte Fink, um die Immobilie überhaupt rechtssicher verwerten zu können.
Sobald die grundbücherliche Abwicklung erledigt ist, kann das Stadtpalais veräußert werden. Der Schätzwert der Liegenschaft beträgt rund 2,6 Millionen Euro. Bevorzugte Gläubigerin: Die BKS Bank mit einem Pfandrecht von zwei Millionen Euro im Grundbuch.
Damit dürfen sich zumindest die Gläubiger der Acts Communication Hoffnung auf Geld machen. Im Gegensatz zu den Gläubigern von MyRobin, die endgültig leer ausgehen.
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