Umfrage-Knaller

Nur 6 % – Jetzt rutschen auch NEOS in eine Krise

NEOS-Chefin und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.
© EPA
Grüne mit 13 % mehr als doppelt so stark ++ SPÖ leicht erholt, aber nur bei 16 % ++ FPÖ mit 37 % klare Nr. 1
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Nach der SPÖ rutschen in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage (2.000 Befragte vom 7. bis 15. 9.) auch die NEOS in eine Umfragekrise. Die Grünen sind an der Partei von Beate Meinl-Reisinger nicht nur längst vorbeigezogen, inzwischen sind sie mehr als doppelt so stark.

Sonntagsfrage von 17. September 2026
Sonntagsfrage von 17. September 2026 © oe24

FPÖ bleibt klar vorne

Wäre am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl, die FPÖ wäre die klare Siegerin: Zwar verlieren die Blauen aktuell zwei Prozentpunkte, mit 37 % liegen sie aber weit vor den Koalitionsparteien ÖVP und SPÖ, auch wenn die sich leicht erholen können. Auch in der Kanzlerfrage kommt Parteichef Herbert Kickl auf 33 % - ein kleines Minus von einem Punkt, aber klar Nr. 1.

NEOS mit Regierungsmalus

Doch nun zu den NEOS: Sie liegen schon seit Wochen unter ihrem Wahlergebnis von 9 %, aktuell rutschen sie sogar auf 6 % ab. Zwar waren die Pinken schon Anfang August so schlecht gelegen, jetzt ist das aber kein einmaliger Ausrutscher mehr. Und: Die direkte Konkurrenz - die Grünen mit Ex-Umweltministerin Leonore Gewessler - hat die NEOS nicht nur überholt, sondern ist mit 13 % bereits mehr als doppelt so stark. Oder in anderen Worten: Hatten die Grünen bei der letzten Wahl den Regierungsmalus, so erwischt es diesmal die andere kleine Regierungspartei. Bei den NEOS gibt es ohnehin schon Zweifel über den Sinn der Regierungsbeteiligung - die werden jetzt wohl genährt.

ÖVP und SPÖ können zwar leicht zulegen, konkret auf 22 und 16 %. Mit Platz 1 haben sie aber rein gar nichts  mehr zu tun.

KPÖ bleibt Stachel im Fleisch der Babler-SPÖ

Und die SPÖ kommt von ihrem historischen Tiefststand von 14 %, jetzt sind es 16 %. Wie sehr die Partei mit ihrem Chef Andreas Babler in der Bredouille ist, zeigt aber folgender Umstand: Schon zum dritten Mal in Serie wäre die KPÖ mit 4 % im Nationalrat, womit Babler, der ja seine Partei ausdrücklich mit Linkspopulismus nach oben bringen wollte, gescheitert ist.

Ampel weit von einer Mehrheit entfernt

Dass die Ampelkoalition mit diesen Werten von einer Mehrheit meilenweit entfernt ist, ist klar. Ein möglicher Einzug der KPÖ mit 4 % ins Parlament tut  ihr Übriges: Konkret hätten ÖVP, SPÖ und NEOS zusammen nur 82 Mandate. 92 wären mindestens zum Regieren nötig, derzeit hat die Koalition 109 Sitze. Seit der Wahl verlor die Ampel also laut Umfragen (virtuell) 27 (!) Mandate.

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