Missbrauchsverdacht

Pädophilie-Ermittlungen: Bühnen-Star um 150.000 Euro erpresst

Leere Bühne mit Mikrofon und rotem Scheinwerferlicht im Nebel.
© Getty Images
Wie oe24 bereits am Samstag als erstes Medium aufgedeckt hat, wird gegen eine einheimische Bühnengröße wegen Kindesmissbrauchsverdacht ermittelt.
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Wien. Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen bekannten heimischen Künstler wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Unmündigen und Besitz von Missbrauchsmaterial – oe24 berichtete bereits.

Die Behören leiteten das Ermittlungsverfahren nach einer Selbstanzeige des Beschuldigten ein. Dem Mann wird vorgeworfen, vor einigen Jahren die 4-jährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin missbraucht zu haben. Laut Florian Höllwarth, Anwalt des Betroffenen, liegen die mutmaßlichen Tatbestände teilweise über 13 Jahre zurück. In der Causa gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.

Um 150.000 Euro erpresst

Anstatt den mutmaßlichen Vorfall bei den Behörden anzuzeigen, soll die Mutter des Kindes den Künstler gemeinsam mit einer Bekannten über einen längeren Zeitraum hinweg erpresst haben. Der Mann soll daraufhin Geldbeträge gezahlt haben (die Rede ist von bis zu 150.000 Euro), um sich nicht als Pädophiler verantworten zu müssen. Als der Druck schließlich zu groß wurde, wandte sich der Beschuldigte an die Behörden und erstattete Selbstanzeige.

Sicherstellung bei Hausdurchsuchung

Im Rahmen einer anschließenden Hausdurchsuchung stellten die Ermittler bei dem Beschuldigten bildliches sexualbezogenes Kindesmissbrauchsmaterial sicher.

Der Anwalt des Betroffenen bestätigte das laufende Ermittlungsverfahren, gab jedoch an, dass inhaltlich derzeit keine Auskünfte erteilt werden. Es wird geprüft, ob eine Anklage wegen des Besitzes von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger sowie wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen erhoben wird.

Festnahmen wegen Erpressung

Gegen die beiden Frauen wird wegen des Verdachts der schweren Erpressung ermittelt. Im Unterschied zum Künstler befinden sich die beiden verdächtigen Frauen seit Anfang Juni beziehungsweise Anfang Juli wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

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