Auswärtssieg
Rapid schießt sich beim WAC den Frust von der Seele
Wolfsberg. Sechstes Spiel, fünfter Sieg: Der SK Rapid ist nach dem bitteren 1:5 in Salzburg in der Fußball-Bundesliga gleich wieder auf die Erfolgsstraße zurückgekehrt. Die Hütteldorfer behielten am Samstag beim WAC mit 3:0 (2:0) die Oberhand, besiegten die Kärntner zum dritten Mal in Folge und zogen vorerst nach Punkten mit dem makellosen Tabellenführer LASK gleich. Der Champions-League-Teilnehmer ist zum Abschluss der 6. Runde am Sonntag noch im Schlager bei Sturm Graz zu Gast.
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Mit Serge-Philippe Raux-Yao (13.) und Nenad Cvetkovic (35.) sorgten zwei Rapid-Abwehrspieler per Kopf nach Standardsituationen schon vor der Pause für die Vorentscheidung. Petter Nosa Dahl (82.) machte spät alles klar. Die stark ersatzgeschwächten Wolfsberger sind nach der dritten Niederlage schon fünf Ligaspiele sieglos. Als Folge fiel das Team von Trainer Thomas Silberberger mit weiter fünf Zählern auf Rang zehn zurück, weniger Punkte haben nur die Wiener Austria, die am Sonntag Lustenau empfängt, und Altach (je drei) auf dem Konto.
Personalmisere beim WAC
Der WAC sieht sich früh in der Saison vor allem in der Abwehr mit einer Personalmisere konfrontiert. Nach Cheick Diabate (Knieprobleme) und Nicolas Wimmer (Kreuzbandriss) musste im Vorfeld der Partie mit Raffael Behounek aufgrund der zu großen Schmerzen aufgrund eines Bänderrisses im Knöchel ein dritter Innenverteidiger w. o. geben. So musste mit Fabian Wohlmuth ein Rechtsverteidiger in der Dreierkette aushelfen. Ebenso bitter war im Angriff das Fehlen von Topstürmer Giacomo Vrioni, der mit einem Muskelfaserriss rund zwei Wochen passen muss.
Dessen Ersatzmann Phillip Verhounig konnte sich vor der Pause nicht in Szene setzen. Die Wiener kontrollierten von Beginn an das Geschehen und legten auch den Grundstein für den souveränen Auswärtssieg. Bei der ersten Möglichkeit verfehlte Tonni Adamsen eine Dahl-Hereingabe noch (6.). Sieben Minuten später war WAC-Tormann Lukas Gütlbauer nach einem Kopfball von Raux-Yao infolge eines Freistoßes von Yusuf Demir erstmals geschlagen. Die Gastgeber kamen vor der Pause überhaupt nur einmal gefährlich in die Rapid-Hälfte, da war Niklas Hedl bei einem Freistoß von Dominik Fitz auf dem Posten (27.).
Zweiter Treffer als "Kopie" des ersten
Die Wiener ließen den Ball geschickt laufen, Topchancen waren aber auch bei ihnen Mangelware. Ideal lief es nur vor dem zweiten Treffer. Ein Demir-Schuss wurde noch leicht abgefälscht und ging knapp neben das Tor. Nach dem daraus resultierenden Corner und mehrerer Zuspiele gab Bendeguz Bolla zur Mitte, wo diesmal Cvetkovic am höchsten stieg und einköpfelte. 3:1-Torschüsse zugunsten der Gäste zeigten, dass es wenig Highlights gab.
Nach Wiederbeginn verwalteten die Hütteldorfer nur die Führung, die Gastgeber, die sich zuletzt im Cup in Parndorf erst im Elfmeterschießen ins Achtelfinale gekämpft hatten, kamen zumindest etwas besser in die Partie. Der Anschlusstreffer hätte in Minute 65 fallen müssen, da scheiterte Verhounig aus acht Metern an Hedl. Auf der anderen Seite drückte Flügelspieler Nosa Dahl eine Hereingabe von Marco Tilio über die Linie. Sehr zur Freude von Trainer Johannes Hoff Thorup, der eine Reaktion nach dem Auftritt in Salzburg gefordert hatte.
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