Revolut-Chef Nik Storonsky (42) ist heute laut Forbes 19 Milliarden Dollar schwer, er ist auf Platz 148 im Ranking der reichsten Menschen der Welt. Reich wurde er dank seiner Internet-Bank Revolut, die er vor 11 Jahren gegründet hat. Heute hat mehr als jeder zehnte Europäer die Revolut-App am Handy.
Bereits fast jeder vierte junge Österreicher hat zumindest ein Konto bei einer Neobank. Allein Revolut hat 500.000 Kunden in Östereich, weltweit 80 Millionen Kunden. Was steckt hinter der App, die fast jeder am Handy hat?
Einfach eröffnet, phänomenales Marketing
Wer bei Neobanken ein Konto eröffnen möchte, braucht nur ein paar Klicks. Die Bank lockt mit gratis Kontoführung, kostenlosen Echtzeitüberweisungen, Wertpapierhandel per App und weiteren Zusatzangeboten.
Abheben kann man nur bis zu 200 Euro im Monat kostenlos am Bankomaten. "Mir egal", sagt ein Revolut-User oe24. "Ich zahl meistens mit dem Handy."
Außerdem könne er bis 1.000 Euro bequem Geld wechseln, etwa im Urlaub sei das praktisch. "Ich zahle nur via Apple Pay, wo Revolut hinterlegt ist", so der User. Eine Debitkarte gibt es auf Wunsch aber gratis zum Konto.
Wertpapiere handeln ist mit Revolut für österreichische Kunden steuerlich nicht einfach. Sie müssen die Steuern dann selbst erledigen, im Gegensatz zu Flatex, Bitpanda und anderen Anbietern.
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Formel 1 fährt auf Revolut ab
So stark wie Revolut ist sonst aber niemand in der Königsklasse des Motorsports unterwegs. Seit 2026 ist die Internet-Bank der Hauptsponsor des neuen Audi-Teams in der Formel 1. Das hilft sicher dabei, ernster genommen zu werden. Was auch dabei hilft, ist der mittlerweile enorme Wert des Unternehmens.
100 Milliarden Euro wert - laut interner Rechnung
Die Digitalbank Revolut wird nun intern mit rund 100 Milliarden Euro bewertet. Lange beschäftigte Mitarbeiter dürften Millionäre sein. Der Boss ist sowieso Multi-Millardär. Jetzt will Nik Storonsky, Vorstandschef von Revolut, an die Börse, wie er diesen Freitag verkündete.
"Wir denken über einen gleichzeitigen Börsengang in London und New York nach", sagte Storonsky der französischen Wirtschaftszeitung Les Echo. Schon 2028 soll es so weit sein. Um beim Börsengang die angestrebten 200 Milliarden zu erreichen, müsste sich der Wert des Unternehmens noch einmal verdoppeln.
Ein wichtiger Meilenstein: Anfang des Monats erhielt Revolut von der US-Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine bedingte Zulassung für eine US-Banklizenz, berichtet Trending Topics.
In der EU hat Revolut eine litauische Bankenlizenz, die für die gesamte EU gilt. Nutzer haben einen litauischen IBAN. Und es werden immer mehr Nutzer. "Meine Hausbank wollte mich damit abschrecken, dass Revolut meine Daten verkaufen würden", sagt ein neuer User. "Aber das ist mir egal. Ich nutze es als Konto, zum Geld wechseln und für Überweisungen. Außerdem zahle ich auch noch öfters bar."
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