Paukenschlag

Saudi-Arabien liefert kein Öl nach Europa

Ein Mann in traditioneller saudi-arabischer Kleidung steht vor einer saudischen Flagge.
© EPA
Aufgrund von Drohnen-Angriffen auf eine wichtige Pipeline stoppt Saudi-Arabien im nächsten Monat alle Öllieferungen nach Europa. Gleichzeitig spitzt sich die Lage an den zentralen Seewegen weiter zu.
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Saudi-Arabien wird im kommenden Monat kein Rohöl an europäische Raffinerien liefern. Wie "Bloomberg" berichtet, gilt dieser Schritt für sämtliche Abnehmer in Europa. Grund für den Lieferstopp sind Angriffe auf die Ost-West-Pipeline des Landes. Diese wichtigste Verbindung umgeht die Straße von Hormuz und befördert üblicherweise vier bis fünf Prozent des weltweiten täglichen Ölangebots. Nach einem Drohnenangriff ist die Pipeline beschädigt und wird für mehrere Wochen größtenteils außer Betrieb sein.

Satellitenbild mit Rauchwolke und roten Punkten nahe Al Madinah, Saudi-Arabien, nach einem Angriff.
Houthis haben die strategisch wichtige Ost-West-Ölpipeline Saudi-Arabiens angegriffen © X@MOSSADil

Trump kündigt "große Entscheidung" an

Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump unterdessen eine "große Entscheidung" angekündigt. In einem Gespräch mit dem Portal "Axios" nannte der Republikaner allerdings keinen konkreten Zeitpunkt. Er erklärte lediglich, dass eine Entscheidung bevorstehe und es darum gehe, ob es Vernichtung geben werde oder nicht. Wen er mit dieser Aussage genau meinte, ließ Trump offen. Das Portal "Axios" bezog die Äußerung auf die iranische Führung. Trump hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Vernichtung gedroht.

Ein Mann im Anzug spricht am Rednerpult mit US-Präsidialsiegel im Rosengarten vor Fenstern.
US-Präsident Donald Trump spricht vor der Presse. © EPA

Warnung vor Blockade der Seewege

Unterdessen warnt der Golfstaat Katar vor den Folgen weiterer Sperrungen wichtiger Seestraßen. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums betonte, dass die Welt schon jetzt genug unter der Schließung der Straße von Hormuz leide. Eine faktische Schließung der Meerenge Bab al-Mandab wäre eine Katastrophe für die gesamte Welt. Eine Blockade internationaler Seewege dürfe nicht zur neuen Normalität werden.

Huthi-Miliz rückt an Küste vor

Hintergrund der Sorgen im Roten Meer sind aktuelle Truppenbewegungen im Jemen. Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz ist in der vergangenen Woche entlang der Küste nach Süden vorgerückt. Sie kontrolliert nun die Küstenstädte Mokka und Dhubab sowie mehrere Inseln. Von diesen Positionen aus kann die Miliz Handelsschiffe noch stärker als bisher angreifen.

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