Energie, Essen etc.

Teuer-Liste: Die 16 Inflations-Knaller

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Die Inflation ist im August auf 3,2 % gestiegen. Die Preise für Diesel, Heizöl und Benzin sind um 26,3 % höher als im August 2025. oe24 hat die ganze Liste.
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Das Leben in Österreich ist teurer geworden. Vor allem gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise trieben die Teuerungsrate in die Höhe. Wichtigster Inflationstreiber war der Dienstleistungsbereich. Grundnahrungsmittel wurden etwas günstiger, aber auch beim Essen gibt es Ausreißer, wie der Verbraucherpreis-Index der Statistik Austria zeigt. oe24 hat die Liste der 16 Inflationsknaller.

Strom wurde immerhin um 10 Prozent günstiger als im Vorjahr...

Inflationsdämpfend wirkte sich auch die seit Juli gültige Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel von 10 auf 4,9 Prozent aus. "Lebensmittel sind günstiger als vor einem Jahr", erklärte die Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk.

Verkehr wird immer teurer

Der Bereich Verkehr weitete im August seine Position als Treiber der Inflation im Jahresabstand aus, obwohl die jüngsten Höchststände bei Diesel, Heizöl und Benzin in den August-Werten noch gar nicht abgebildet sind. Gegenüber August 2025 legten die Treibstoffpreise um 26,3 Prozent zu.

Auch Gas merklich teurer als vor einem Jahr

Auch der Preisanstieg im Bereich Wohnen, der auch Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe umfasst, fiel mit 3,3 Prozent kräftiger aus als im Juli. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Preise für Haushaltsenergie. Neben Heizöl wurde auch Gas merklich teurer.

Die Strompreise hingegen dämpften den Preisauftrieb, vor allem dank der mit Jänner gesenkten Elektrizitätsabgabe sowie des niedrigeren Erneuerbaren-Förderbeitrags. Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten ab April die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.

Mieten stiegen um 4,4%

Die Mieten stiegen um 4,4 Prozent und damit gleich stark wie im Juli. Die Instandhaltung von Wohnungen hingegen kostete mit 3,6 Prozent etwas mehr als im Juli. Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich im August um 4,7 Prozent. Die Teuerung für Freizeit, Sport und Kultur fiel mit durchschnittlich 2,5 Prozent merklich stärker aus als im Vormonat. Hauptverantwortlich dafür waren Pauschalreisen, deren Preise um 3,2 Prozent zulegten.

Inflation im Euroraum steigt auch auf 3,2 Prozent

Die vom Ölpreisschock getriebene Inflation im Euroraum ist im August nicht ganz so hoch ausgefallen wie gedacht. Die Verbraucherpreise stiegen um 3,2 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. In einer früheren Schätzzahl war von 3,3 Prozent für August die Rede.

Die Europäische Zentralbank hatte vorige Woche auf den Inflationsschub reagiert und die Zinsen um einen Viertelpunkt auf 2,5 Prozent hochgesetzt. Sie rechnet damit, dass die Gesamtinflation noch bis in die erste Jahreshälfte 2027 deutlich über dem Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent bleiben wird.

Preistreiber Energie

Energie ist der Preistreiber Nummer eins: Sie verteuerte sich im August um 14,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Die EZB will verhindern, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge durch sogenannte Zweitrundeneffekte nachhaltig durcheinanderwirbelt: Denn die vom Iran-Krieg in die Höhe getriebenen Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen bergen die Gefahr, dass es zu einer Lohn-Preis-Spirale kommt und sich die starke Teuerung festsetzt. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass die EZB Ende des Jahres mit einer weiteren Zinserhöhung nachlegen wird.

Es wird noch teurer...

Profis befürchten jetzt sogenannte Zweitrundeneffekte. Chefvolkswirt Daniel Hartmann von der Bantleon AG sieht in zahlreichen Bereichen Teuerungsrisiken: "So kommen bei Nahrungsmitteln die Zweitrundeneffekte - höhere Transport- und Verpackungskosten, teurere Agrarrohstoffe, Dürre - aus einem Energiepreisschock typischerweise erst mit einer Verzögerung von sechs bis neun Monaten zum Tragen." Gleiches gelte für Transportdienstleistungen wie etwa Flugtickets, Kurierdienste, Taxis, Autovermietung, Nahverkehr oder Pauschalreisen.

"Die Teuerungsrate der Eurozone könnte daher am Ende sogar bei über 4,0 Prozent landen", befürchtet der Experte.

Die Inflation in Österreich ist im August auf 3,2 Prozent gestiegen. Im Juli hatte sie 2,8 Prozent betragen.

KV-Verhandlungen: Heißer Herbst

Die rollierende Inflation liegt laut Experten derzeit bei rund 3%. Das wird dann für die KV-Verhandlungen im Herbst schlagend. Der Handel, die Eisenbahner, die IT-Angestellten und die Bierbrauer verhandeln dann via Gewerkschaft mit ihren Arbeitgebern um mehr Lohn und Gehalt. Der Teuerungsausgleich wird dabei ein wichtiges Thema. Weil aber auch die Unternehmen mit stark gestiegenen Kosten zu kämpfen haben, ist der Inflationsausgleich nicht garantiert. Bei den KV-Verhandlungen entwickelt sich also ein heißer Herbst.

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