New York
Trump-Hammer: "Ich werde sie in die Hölle schicken"
Die Diplomatie steht im Mittelpunkt, während oe24 live vor Ort aus New York berichtet. Neben Bundespräsident Alexander Van der Bellen reisten auch Kanzler Christian Stocker und Außenministerin Beat Meinl-Reisinger an. Mit Spannung erwartet wurde zudem die Rede von US-Präsident Donald Trump. Eröffnet wurde die Vollversammlung von UN-Generalsekretär António Guterres, der ein düsteres Bild der Welt zeichnete, aber auch auf Kooperation setzt. Kein Land könne die Herausforderungen allein meistern. Militärische und technologische Macht allein reichten nicht für Frieden und Sicherheit aus.
Österreich bei der UNO-Vollversammlung in den USA:
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Eindringlicher Appell von Guterres
Guterres ging auch direkt auf die Lage in Nahost ein, wo sogenannte Waffenstillstände nur zu "weniger Feuer" führten und Zivilisten den Preis zahlten. In seiner Rede stellte er klar: "Genug ist genug". Die Kämpfe müssten enden und humanitäre Hilfe müsse fließen. Den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 nannte er "abscheulichen", betonte jedoch, dass der darauffolgende Angriff auf Gaza Zerstörung in einem Ausmaß brachte, das er in seiner Amtszeit noch nie gesehen habe. Er mahnte unter Applaus: "Wir können nicht erlauben, dass die Zweistaatenlösung vor unseren Augen verschwindet".
Globale Krisenherde im Blickpunkt
Ebenfalls sprach Guterres den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine an, wo Zivilisten weit von den Frontlinien getötet würden. Im Sudan herrsche zudem ein "Krieg gegen Zivilisten" mit sexueller Gewalt, während das Land auseinandergerissen werde.
Der US-Präsident sorgte bereits vor seiner Rede für Aufsehen. Gegenüber Journalisten richtete er scharfe Worte an Putin: "Beenden Sie den Krieg."
Selbstlob für den Präsidenten
Trump lobte sein Land und natürlich seine Regierung in seiner Rede: "Amerika ist zurück", sagt Trump. Der US-Präsident hielt, wie letztes Jahr in New York, eine Lobrede auf sich selbst. Auch teilte er gegen seinen Vorgänger Joe Biden aus, der ihm eine furchtbare Situation hinterlassen habe: "Vor zwei Jahren war unser Land tot, jetzt sind wir das heißeste Land der Welt."
Ansage an Iran
"Ich habe Frieden gemacht", sagte Trump mit Blick auf die angespannte Situation in der Welt. Dann griff er den Iran scharf an: Er werde dem Iran nie erlauben, Atomwaffen zu besitzen. Den Mullahs warf er vor, einen Angriff auf Europa geplant zu haben. "Ich werde sie in die Hölle bringen", drohte Trump, wenn es keinen Deal zwischen dem Iran und den USA gebe.
Trump will KI umbenennen
Donald Trump will künftig vor allem über "Super-Intelligence" reden. Er betont die Führungsrolle der USA im KI-Rennen und weist Warnungen von Forschern vor möglichen Risiken zurück.
Der Begriff "Super-Intelligence" klinge für ihn schlicht besser, weshalb Trump künftig diese Bezeichnung nutzen will. Wissenschaftler und Forscher, die vor KI-Risiken warnen, hält er für Verschwörungstheoretiker. Zugleich stellte er klar, dass er nichts aufhalten werde, was "größer als die industrielle Revolution" sei.
Fokus auf das KI-Rennen
Nach seinen Worten gelte es, das weltweite Wettrennen zu gewinnen. Die USA seien Anführer im KI-Rennen und genau so werde es auch bleiben. Die USA seien schließlich noch nie eine Nation gewesen, die sich zurückhält.
Kampf gegen Gegner der Menschheit
Er behauptet nun, man müsse gemeinsam gegen "die Gegner der Menschheit" vorgehen. Wen er mit dieser Formulierung konkret meint, ließ er vor den Zuhörern allerdings offen. Trump beendete seine Ausführungen schließlich mit den Worten: "God bless the nations of the world, God bless America".
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