Im Fokus steht das neue Aufflammen des Iran-Krieges, der die Welt in eine neue Energiekrise stürzt. Zuletzt intensivierte sich die Spirale aus Attacken und Gegenschlägen zwischen den US-Streitkräften und Teherans Revolutionsgarden: Die USA griffen iranische Öltanker an, das Mullah-Regime feuerte auf US-Kriegsschiffe und US-Basen im Nahen Osten. Anfang der Vorwoche wurden mehrere Tanker mit US-Raketen außer Gefecht gesetzt.
Und der vielleicht größte Rückschlag in dem inzwischen mehr als sechs Monate dauernden Iran-Konflikt, den US-Präsident Donald Trump ursprünglich eher als mehrwöchigen "Blitzkrieg" konzipiert und kommuniziert hatte: Die Öl-Exporte durch die Straße von Hormus sind wieder fast zum Erliegen gekommen. Im Schnitt schaffen es gerade nur noch rund zehn bis zwölf Tanker und Frachtschiffe pro Tag durch die Meerenge – verglichen mit rund 125 Schiffen vor dem Krieg. Dabei hatten sich das Weiße Haus und das Pentagon erst kürzlich gebrüstet, über eine vom US-Militär kontrollierte südliche Hormus-Route nahe der Küste Omans täglich Millionen Barrel Rohöl zu schleusen. Nach den jüngsten Scharmützeln ist dieser Erfolg nun zumindest teilweise Makulatur.
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Die Opfer der Eskalation: Autofahrer und Konsumenten rund um die Welt. Die Rohölpreise kletterten wieder über die 100-Dollar-Marke. Benzin wurde in den USA, Europa und dem Rest der Welt teurer. Und Trump sitzt damit politisch in der Zwickmühle: Steigende Spritpreise verärgern selbst Teile seiner MAGA-Basis und vor allem Wechselwähler. Das könnte für die Republikaner bei den kommenden Midterm-Wahlen Anfang November gefährlich werden. In aktuellen Umfragen zur Parteipräferenz liegen die oppositionellen Demokraten rund acht Prozentpunkte vorne.
Der Iran-Showdown, längst ein Klotz an Trumps Bein, droht sich zudem in einen "Endlos"-Krieg im Nahen Osten auszuweiten – genau vor solchen Konflikten hatte Trump im Wahlkampf 2024 eindringlich gewarnt. Laut NBC sind 69 Prozent der Amerikaner mit seinem Umgang mit dem Iran-Konflikt unzufrieden. Trump versucht deshalb immer wieder, das Kriegsduell kleinzureden. Zuletzt hieß es sogar, es handle sich gar nicht um einen richtigen Krieg, wie Vizepräsident JD Vance suggerierte. Trump selbst sprach von "small potatoes" – also sinngemäß: keine große Sache. Das sorgte prompt für heftige Kritik, besonders angesichts der bislang 18 gefallenen US-Soldaten und rund 750 Verwundeten.
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