Wien, NÖ. Nach den Sperren im Sommer in Richtung Norden und dem vorgezogenen Aus auf der Stammstrecke vom Praterstern zum Hauptbahnhof wegen durchgebrannter Kabel waren viele gewarnt. Es kam wie befürchtet. Am schlimmsten traf es offenbar die Strecke von Fischamend in die Bundeshauptstadt. Wie Eltern in Beschwerdeforen posten, wurden hier am ersten Schultag angeblich ohne Vorwarnung oder Info alle Zugverbindungen gestrichen.
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Skurril und ärgerlich ging es auch von Stockerau bzw. Korneuburg nach Wien, wo selbst Pendler und Schüler, die extra einen Zug früher nahmen, trotzdem zu spät kamen. Während im Sommer die von der ÖBB organisierten Ersatzbusse zwar immer voll waren, aber stets pünktlich und auch schneller am Praterstern waren, kam die Schnellbahn teils entweder zu spät und kam um 8.7 Uhr auf eine Verspätung von 50 Minuten wegen eines "besetzten Gleises" - was immer das bedeuten mag. Entnervte Kunden stiegen - sobald ein Zug, der eine halbe Stunde auf offener Strecke gestanden war, in Floridsdorf aus, eilten zur U-Bahn.
Erklärung der ÖBB gegenüber oe24
Auf Nachfrage bestätigen die ÖBB Verzögerungen im Frühverkehr. Zwischen 8 und 9.30 Uhr sei es auf der Strecke zu Verspätungen gekommen. Als Grund nennt das Unternehmen die Umstellungsphase auf den neuen Betrieb: Bei vermehrtem Fahrgastaufkommen, neuen Systemen und neuen Zügen brauche es eben Zeit, bis sich alles eingespielt habe. Man arbeite bereits daran, die entstandenen Verspätungen aufzuholen.
Gegenüber oe24 erklärte eine ÖBB-Konzernsprecherin weiters, dass wohl ein "stehengebliebener" Zug einen Rattenschwanz an Verzögerungen nach sich gezogen habe; aber, wie gesagt, seit 9.30 Uhr ist die Strecke wieder frei.
Laut ÖBB wurde außerdem auf der S7-Strecke (Fischamend-Wien) zwischen den Stationen Geiselberg und St. Marx ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, ab morgen (Dienstag) soll die S7 wieder regulär verkehren. Der Grund: Es habe "Verzögerungen bei den Bauarbeiten" gegeben. Insgesamt erklärte die ÖBB-Sprecherin gegenüber oe24 ihr Bedauern - man wolle sich bei den Betroffenen entschuldigen.
Brisante Wende: Abendverkehr wieder betroffen
Gegen 16.30 Uhr erreichte die oe24-Redaktion die Kunde: im Abendverkehr gibt es wieder Probleme: für die Kunden der ÖBB. So sollen auf der Strecke in den Norden - die Rede ist konkret von Korneuburg - schon wieder Züge stehen. Nichts geht mehr. Nada. Warten. Bleibt nur zu hoffen, dass die ÖBB diese Probleme bald in den Griff bekommt, denn unter jenen, die im Abendverkehr stehen, sind gewiss auch Personen, die sich schon am Vormittag über die ÖBB geärgert haben.
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