Vor Midterms

"Verraten": Eigene Abgeordnete attackiert Trump

Ein Mann im Anzug geht in einem Säulengang und hebt die Hand zum Gruß.
© EPA
US-Bürger mit lateinamerikanischen Wurzeln fühlten sich von Trump "verraten"
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Knapp sieben Wochen vor den US-Parlamentswahlen bekommt Donald Trump aus den eigenen Reihen Gegenwind für seine Abschiebepolitik. Die republikanische Abgeordnete María Elvira Salazar aus Florida, die um ihren Wiedereinzug ins Repräsentantenhaus kämpft, attackierte den US-Präsidenten in einer Videobotschaft direkt. Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts seien demnach zu weit gegangen. US-Bürger mit lateinamerikanischen Wurzeln fühlten sich von Trump "verraten".

Dass sich Republikaner so offen gegen ihren Präsidenten stellen, kommt selten vor. Trumps Umfragewerte sind aktuell schlecht. Der US-Präsident setzt in seiner zweiten Amtszeit auf einen harten Kurs gegen Migranten und massenhafte Abschiebungen. Die Razzien der Bundesbehörden gegen Migranten sind umstritten und hatten landesweit große Proteste ausgelöst.

Salazar: Latinos fühlen sich "verraten"

Der Hintergrund von Salazars Attacke gegen Trump dürfte die Sorge sein, dass den Republikanern die wichtige Wählerschaft der spanischsprachigen US-Amerikaner wegen der teils brutalen Razzien abhandenkommen könnte. Der Bevölkerungsanteil der Latinos ist in Florida, wo Salazars Wahlkreis liegt, hoch. Salazar warf Trump vor, dass viele von den Behörden festgehaltene Menschen keine Vorstrafen hätten. "Dieselben Hispanics, die Ihnen 2024 geholfen haben, ins Weiße Haus zu gelangen, fühlen sich heute verraten", ergänzte die Abgeordnete.

Bei den Midterms - den Parlamentswahlen - werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat neu besetzt. Die Republikaner haben in beiden Parlamentskammern eine hauchdünne Mehrheit. Sollten die Demokraten die Wahlen am 3. November gewinnen, würde es für Trump deutlich schwerer werden, seine Politik durchzusetzen. Im südlichen "Sunshine State" Florida hat Trump vielerorts eine treue Wählerschaft.

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