Im Sonnenschein zwischen gelb-braunen Blättern begeben sich die ersten Besucher inmitten des Herbsts schon auf die Wiener Weihnachtsmärkte.
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Sowohl am Stephansplatz, in Schönbrunn als auch an drei kleineren Märkten trinken die Menschen bereits Punsch, essen Lángos und kaufen sich Dekorationen. Dabei ist Wien absoluter Vorreiter in Österreich. In keiner anderen Bundeshauptstatdt läutet man die Weihnachtszeit so früh ein. Im Vergleich: Der nächst-früheste Markt eröffnet in Innsbruck am 13. November, in Linz sogar erst am 21. November. Nur bei der Burgruine Aggstein in Niederösterreich startet man zeitgleich mit den Wiener Märkten am 6. November einen Burgadvent mit 100 Ausstellern bei voller Atmosphäre und sagenhafter Kulisse.
Gigantische Weihnachtswirtschaft
Dass Wien jetzt schon ins winterlich-sinnliche Geschäft einsteigt ist kein Zufall. Insgesamt gibt es allein in der Bundeshauptstadt 15 Weihnachtsmärkte mit 814 bewilligten Ständen. Für Wiener Handelsbetriebe ist diese Atmosphäre ein Impuls für den Start ins Weihnachtsgeschäft. "Die Weihnachtsmärkte sorgen dafür, dass die Menschen in Weihnachtsstimmung kommen, durch die Einkaufsstraßen schlendern und sich auf die Suche nach den ersten Geschenken machen. Davon profitieren die Geschäfte in der Umgebung. Gerade für unsere Händlerinnen und Händler ist das Weihnachtsgeschäft eine besonders wichtige Zeit im Jahr", so Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. Im letzten Jahr wurde von der WKO Wien 4,1 Millionen Besuche aus der Stadtbevölkerung erwartet - ein damals prognostizierter Umsatz ohne Touristen von rund 125 Millionen Euro. Die Prognose für dieses Jahr liegt noch nicht vor.
Globales Zentrum der Weihnachtskultur
Nirgendwo soll sich laut einem Ranking des US-Nachrichtenportals CNN Weihnachten schöner feiern lassen als in Wien. Das US-Medium hatte 2025 ein Ranking zu den besten Weihnachtsmärkten der Welt erstellt. An erster Stelle der Top-Destinationen rund um die Weihnachtszeit wurde der Christkindlmarkt am Rathausplatz genannt. Dabei betonte CNN die historische Bedeutung Wiens: "Diese beliebte Tradition hat ihren Ursprung in Wien, wo im Jahr 1298 der früheste dokumentierte Dezembermarkt stattfand, und hat sich im Laufe der Jahre weltweit verbreitet". Die österreichische Bundeshauptstadt gilt damit als Geburtsstätte einer Tradition, die heute globale Begeisterung auslöst."
So sichert sich Wien vor Terror ab
Aufgrund der Gefahrenlage bereitet sich die Stadt auf potenzielle Bedrohungen vor. Das Sicherheitskonzept am Rathausplatz wurde daher überarbeitet. An mehreren Seiten stehen nun Poller. Diese sollen verhindern, dass Fahrzeuge ungehindert auf das Areal des Markts kommen. Zu fixen Pollern kommen heuer auch mobile Anti-Terror-Poller dazu. Die mobilen Poller werden auch in Deutschland eingesetzt. Diese können sich bei einem Auto verkeilen und stoppen die Weiterfahrt. Ein sicherer Ablauf soll damit bestmöglich gegeben sein.
Auch wenn Weihnachten noch gut zwei Monate entfernt ist: Wien ist bereits gerüstet - vor allem für Touristen. Das Weihnachtsgeschäft hat somit offiziell begonnen und legt damit in Österreich vor. Damit möchte sich Wien einmal mehr als Weltstadt der Weihnachtsmärkte positionieren.
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