Naturwunder

Warum Sie im September unbedingt eine Orangenscheibe in den Garten legen sollten

Person schneidet eine frische Orange auf einem Holzbrett in Scheiben.
© Getty Images
Der Sommer verabschiedet sich langsam, die Tage werden kürzer und das erste Laub verfärbt sich. Doch wer glaubt, dass die Gartensaison damit vorbei ist, der irrt sich gewaltig. Mit einem einfachen Trick verwandeln Sie Ihren Garten jetzt im Herbst in ein echtes Naturwunder.
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Der Sommer im Garten darf ruhig noch ein bisschen bleiben und was gehört untrennbar dazu? Natürlich Schmetterlinge. Die wunderschönen "fliegenden Edelsteine" können Sie mit einem einfachen Trick sogar im September noch in Ihren Garten locken. Dafür brauchen Sie lediglich ein paar Orangenscheiben. Die süßen Früchte können Schmetterlinge anlocken und sorgen mit etwas Glück noch lange für farbenfrohe Momente im Garten.

Warum fliegen Schmetterlinge im Herbst auf Orangen?

Ein Gelbling-Schmetterling sitzt auf einer Lavendelblüte im sonnigen Garten.
Schmetterling © Getty Images

Obwohl der Herbst offiziell eingeläutet wird, ist die Schmetterlingssaison längst noch nicht vorbei. Viele Falterarten benötigen vor dem Winter oder für ihre weite Reise in den Süden noch einmal eine große Portion Energie. Da das natürliche Angebot an nektarreichen Blüten im September langsam knapper wird, weichen viele Insekten gerne auf süßes, weiches oder leicht gärendes Obst aus. Eine Orange ist dafür das absolute Komplettpaket:

  1. Die Signal-Farbe: Schmetterlinge nehmen ihre Umgebung stark visuell wahr. Farben wie Rot, Gelb und leuchtendes Orange wirken auf sie wie ein Magnet.
  2. Der süße Duft: Die feinen Fühler der Falter können den süßlichen Duft des Fruchtfleisches schon aus großer Entfernung wahrnehmen.
  3. Der Zucker-Kick: Der schnell verfügbare Fruchtzucker und die leicht gärenden Säfte der Frucht wirken wie hochwertiges "Benzin" für die anstrengende Herbstzeit.

Diese Falter können Sie beobachten?

An sonnigen Septembertagen treiben sich noch zahlreiche heimische Falter in unseren Gärten herum. Zu den Obst-Liebhabern, die extrem stark auf süße Früchte reagieren, gehört der Admiral. Doch auch andere Lieblinge wie das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, der Distelfalter oder der leuchtend gelbe Zitronenfalter werden die Einladung zur fruchtigen Snack-Bar liebend gern annehmen.

So wenden Sie den Orangen-Trick richtig an

Orangenschnitz auf grünem Kunstrasen im Sonnenlicht.
Orange © Getty Images

Damit Ihr Orangen-Experiment ein voller Erfolg wird und Sie nicht ungewollt unerwünschte Krabbeltiere anziehen, gibt es drei kleine Tipps zu beachten:

Bitte nicht auf den Boden: Legen Sie die Orange nicht einfach so auf den Rasen. Suchen Sie sich stattdessen ein leicht erhöhtes Plätzchen, zum Beispiel einen Baumstumpf, ein Steinmäuerchen oder einen ungenutzten Gartentisch.

Der Wassergraben-Trick gegen Ameisen: Wenn Sie vermeiden möchten, dass die süße Frucht sofort von Ameisen besetzt wird, geben Sie die Orangenscheiben am besten in eine flache Schale mit ein wenig Wasser. Die Schmetterlinge landen mühelos auf der Insel aus Obst, während das Wasser für Ameisen eine unüberwindbare Barriere darstellt.

In die Sonne: Falter sind wechselwarme Tiere und lieben die Wärme. Ein sonniger und windgeschützter Standort sorgt dafür, dass sie sich beim genüsslichen Saugen aufwärmen und ausruhen können. Alternativ zur Orange können Sie übrigens auch überreifes, weiches Obst wie braune Bananen, Birnen oder Zwetschgen servieren.

Wer diesen September eine Orangenscheibe im Garten anrichtet, leistet nicht nur einen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Insekten, sondern holt sich ganz nebenbei auch ein farbenfrohes Naturschauspiel direkt vor die Terrassentür.

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