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Weniger Rennen: FIS-Chef plant großen WM-Knall

Ein Skirennfahrer fährt bei einem Abfahrtsrennen in Kitzbühel um eine Torstange.
© GEPA pictures/ Mario Buehner-Wei
Dem alpinen Skisport könnte die nächste große Reform bevorstehen.
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Der Ski-Weltverband FIS hält trotz Widerstands an seinen Plänen für eine zusätzliche Ski-Weltmeisterschaft fest. Ab 2032 soll ein weiteres Großereignis den WM-Kalender ergänzen. Gleichzeitig stellt FIS-Präsident Alexander Ospelt infrage, ob bei den Titelkämpfen tatsächlich noch alle bisherigen Bewerbe notwendig sind. Besonders die Team-Kombination könnte dabei zum Streitpunkt werden.

Ursprünglich sollte die zusätzliche Ski-WM bereits 2028 stattfinden. Als Austragungsort war Andorra vorgesehen. Doch Athleten und nationale Skiverbände sprachen sich gegen das Vorhaben aus. Auch Schwierigkeiten bei den Medienrechten machten die Umsetzung kompliziert. Die FIS verschob das Projekt schließlich auf 2032. Als mögliche Gastgeberländer stehen nun Japan, China oder Südkorea im Raum. Damit könnten auch Länder zum Zug kommen, die im alpinen Weltcup bislang nur eine geringe Rolle als Veranstalter spielen.

FIS-Präsident stellt Zahl der Rennen infrage

Neben der zusätzlichen Weltmeisterschaft beschäftigt Ospelt aber noch eine andere Frage: Ist das bisherige WM-Programm zu umfangreich? Derzeit werden bei den Männern und Frauen jeweils Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Team-Kombination ausgetragen. Dazu kommt der Mannschaftswettbewerb.

Ein Mann sitzt lächelnd mit Mikrofon und FIS-Weste bei einer Veranstaltung vor braunem Hintergrund.
FIS-Präsident Alexander Ospelt © GEPA pictures/ Mathias Mandl

Im "Podcast am Pistenrand" brachte der FIS-Präsident eine mögliche Reduzierung ins Spiel: "Ob man so viele Rennen bei einer WM will."

Dabei stellte er auch die Bedeutung der Team-Kombination zur Diskussion. "Es gibt Team-Kombi-Weltmeister, die auch Weltmeister sind. Gleichwertig wie ein Abfahrtsweltmeister. Das ist eine Diskussion", erklärte Ospelt.

Neun statt 14 Tage: Team-Kombi in Gefahr?

Eine mögliche Reform könnte die Weltmeisterschaften deutlich verkürzen. Statt bisher 14 Tagen wären künftig nur noch neun Tage denkbar. Die klassischen Einzelbewerbe könnten an zwei Wochenenden stattfinden. Die zusätzlichen Rennen unter der Woche würden damit unter Druck geraten.

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Ospelt begründet seine Überlegungen auch mit wirtschaftlichen Aspekten. "Die anderen Tage sind meistens sowieso Verlusttage für die Veranstalter", sagte der FIS-Präsident.

Besonders brisant: Sollte die Team-Kombination bei Weltmeisterschaften gestrichen werden, könnte auch ihr Platz im olympischen Programm gefährdet sein.

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