Vier Runden fehlten noch bis zur Zielflagge. Kimi Antonelli (20) war auf dem Weg zu seinem ersten Formel-1-Weltmeistertitel, als sein Mercedes plötzlich Probleme machte. Der Italiener rettete seinen Boliden beim Großen Preis von Mexiko noch als Dritter ins Ziel. Wie knapp das war, erfuhr das Team allerdings erst nach der Siegerehrung: Die Ölwanne war gerissen, der Unterboden voller Öl.
Mercedes-Vizechef Bradley Lord verriet die brisanten Details jetzt im Podcast "High Performance Racing". Ausgerechnet in der entscheidenden Phase des WM-Rennens drohte Antonellis Auto den Dienst zu quittieren.
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"Nach dem Rennen bekamen wir das Auto zurück, nahmen den Unterboden ab – und alles war voller Öl", schilderte Lord.
Bei der anschließenden Untersuchung fanden die Mercedes-Techniker einen Riss in der Ölwanne. Der Defekt hatte sich offenbar bereits während des Rennens bemerkbar gemacht. Antonelli selbst spürte in den letzten Runden, dass mit seinem Antrieb etwas nicht stimmte.
"Kimi sagte, er glaube, dass er etwa vier Runden vor Schluss gespürt habe, wie der Motor langsam Probleme bekam", berichtete Lord.
Der Mercedes hielt trotzdem durch. Antonelli überquerte die Ziellinie auf Rang drei – und durfte wenig später seinen ersten WM-Titel feiern.
Selbst ein Ausfall hätte den Titel nicht verhindert
Das Kuriose an der Geschichte: Der Defekt hätte Antonelli zwar um seinen Podestplatz gebracht, nicht aber um die Weltmeisterschaft.
Denn Titelrivale Lewis Hamilton hätte den Mexiko-GP gewinnen müssen, um die WM-Entscheidung zumindest rechnerisch noch hinauszuzögern. Doch der Ferrari-Star kam an Rennsieger Max Verstappen nicht vorbei.
Damit war Antonellis Titel auch unabhängig von seinem eigenen Rennergebnis gesichert.
Auf dem Podium folgte schließlich eine besondere Szene: Verstappen und Hamilton hoben den frischgebackenen Weltmeister auf ihre Schultern.
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