"Stinksauer"

Wut im Tiefkühl-Werk: Ardo-Angebot empört Belegschaft

Die Ardo Austria Frost Fabrik in Groß-Enzersdorf mit Anmeldung und Zufahrtsschranke.
© ARDO AUSTRIA FROST/FABIAN VOLF
Nach der Schließungsankündigung spitzt sich die Lage zu. Betriebsversammlung und Proteste sollen den Forderungen der Mitarbeiter Nachdruck verleihen.
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Nach Betriebsratssitzungen und einer Betriebsversammlung bei Ardo in Groß-Enzersdorf in Niederösterreich hat die Gewerkschaft PRO-GE am Montag neuerlich auf die Situation um den Sozialplan für die rund 190 Beschäftigten hingewiesen, die von der Schließung des Tiefkühlwerks betroffen sind. Die Belegschaft sei "stinksauer", es regierten "Enttäuschung und Wut", teilte Landesgeschäftsführer Patrick Slacik der APA mit. Die nächste Sozialplan-Verhandlungsrunde steigt am Freitag.

"Das Angebot ist viel zu niedrig", sei der Tenor der Beschäftigten am Montag gewesen, sagte Slacik. Für kommenden Montag ist wieder eine Betriebsversammlung bei Ardo geplant. Diese soll zeitgleich mit einer Kundgebung in Szene gehen, die für 8.00 Uhr avisiert wurde. Für die nächste Sozialplan-Verhandlungsrunde am Freitag erwartet sich die Belegschaft laut Slacik ein "neues, verbessertes" Angebot.

Ende September hatte die belgische Ardo-Gruppe bekanntgegeben, ihr Werk in Groß-Enzersdorf Ende August 2027 zu schließen. An dem Standort im Bezirk Gänserndorf wird beispielsweise für Iglo und die Tiefkühl-Eigenmarken von Billa, Hofer und Spar produziert. Von der Schließung betroffen sind 190 Beschäftigte, für die der Sozialplan erarbeitet wird. Hinzu kommen 50 Leiharbeitskräfte. Ardo hat 2025 in Niederösterreich eigenen Angaben zufolge die Erzeugnisse von rund 270 Bauern verarbeitet. Die Erzeugerorganisation Tiefkühlgemüse (ETG), die für das Unternehmen produziert, hat 500 Mitgliedsbetriebe. (APA)

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