Frisurentrend

Zendaya & Co. zeigen bei den Emmys, warum kurze Haare jetzt boomen

Frau im glitzernden Abendkleid posiert vor einer goldenen Emmy Awards Wand.
© Variety via Getty Images
Zendaya setzt noch einen drauf: Ihr Bixie ist jetzt ein Pixie. Doch sie war auf dem Emmy-Red Carpet längst nicht die Einzige mit kurzen Haaren. Warum der Kurzhaartrend gerade so einen großen Moment erlebt.
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Was passiert, wenn plötzlich mehrere Hollywood-Stars gleichzeitig zum Friseur gehen und ordentlich Länge lassen? Genau das konnte man bei den Emmys 2026 beobachten. Auf dem Red Carpet waren kurze Schnitte auffällig präsent – vom French Bob bis zum Pixie.

Zendaya verwandelt Bixie in Pixie

Frau mit kurzem Haar und funkelndem Kleid vor goldenem Hintergrund bei einer Preisverleihung.
Zendaya bei den Emmys. © Variety via Getty Images

Allen voran sorgte Zendaya für den wohl spektakulärsten Haar-Moment des Abends. Nachdem sie 2026 bereits mit einem Bixie unterwegs war, erschien sie jetzt mit ihrem bislang kürzesten Look: einem modernen Pixie Cut. Der Schnitt wurde von Coree Moreno gestylt und war laut Law Roach unter anderem von Halle Berry inspiriert. Zusammen mit ihrem funkelnden Prada-Look wirkte die Frisur gleichzeitig elegant, cool und ein bisschen rebellisch.

Kurzfrisuren erleben Red Carpet Hype

Kurze Haare bei den 78. Emmy Awards


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Frau im eleganten roten Kleid auf einem blauen Teppich bei einer Preisverleihung.

Rhea Seehorn

© Variety via Getty Images

Frau mit kurzem, blondem Haar im glitzernden Neckholder-Kleid vor blauem Hintergrund.

Julia Garner

© Kevin Mazur/Getty Images

Eine Frau in einem cremefarbenen, eleganten Kleid bei einer Preisverleihung.

Lukita Maxwell

© Kevin Mazur/Getty Images

Doch Zendaya war nicht der einzige Star, der sich für weniger Haar und mehr Statement entschied. Die kurzen Schnitte zogen sich durch den gesamten Beauty-Look der Emmys. Rhea Seehorn, die für "Pluribus" später ihren ersten Emmy gewann, trug einen weich gewellten, blonden Bob. Der Look wirkte weniger streng als ein klassischer Bob und gerade dadurch besonders modern.

Julia Garner setzte ebenfalls auf die kurze Richtung und zeigte ihren Pixie in einer weich gewellten Variante. Noch etwas wilder wurde es bei "Peaky Blinders"-Star Aimee-Ffion Edwards: Ihr Pixie-inspirierter Wolf Cut bringt mehr Struktur und Bewegung in den kurzen Look. Und "Shrinking"-Darstellerin Lukita Maxwell bewies mit ihrem extrem kurzen, weich nach außen geflippten Bob, dass selbst wenige Zentimeter Haar unglaublich glamourös aussehen können. Ihr Baby Bob reichte bis auf Höhe der Wangenknochen und bekam dadurch einen leicht retrohaften Twist.

Warum wollen gerade alle ihre langen Haare loswerden?

Dass kurze Haare gerade so präsent sind, ist längst nicht nur ein Red-Carpet-Phänomen. Auch auf Social Media häufen sich Bobs, Bixies, Pixies und andere kurze Cuts. Fachleute sehen 2026 weiterhin eine starke Nachfrage nach kurzen, charaktervollen Schnitten; allein Suchanfragen nach "short hair" sind laut einer aktuellen Auswertung deutlich gestiegen. Und vielleicht steckt dahinter mehr als die übliche Lust auf einen neuen Look.

Denn lange, glänzende Haare gelten seit Jahrzehnten als besonders klassisch feminin und gerade deshalb kann ein kurzer Schnitt eine ziemlich deutliche Stilentscheidung sein. Weniger Haar bedeutet mehr Gesicht, mehr Kontur und oft auch mehr Kante. Ein Pixie kann androgyn wirken, ein Micro Bob streng und grafisch, ein Bixie verspielt und unangepasst. Das passt zu einem Zeitgeist, in dem Individualität wichtiger wird als die perfekte "hübsche" Version von sich selbst. Statt möglichst universell attraktiv auszusehen, darf ein Look auch einfach interessant, eigenwillig oder ein bisschen edgy sein.

Der Haarschnitt = Zeitgeist?

Dazu kommt ein psychologischer Faktor: Ein radikaler Haarschnitt ist eine der wenigen äußerlichen Veränderungen, die sich innerhalb weniger Stunden komplett umsetzen lassen. Man kommt mit einer langen Mähne in den Salon und verlässt ihn als eine ziemlich andere Version seiner selbst. Und in einer Zeit, in der sich viele Frauen bewusster damit beschäftigen, wie sie aussehen wollen, kann ein kurzer Schnitt auch als bewusste Entscheidung gegen bestimmte Erwartungen gelesen werden. Kurz gesagt: Ich muss nicht automatisch die Version von Weiblichkeit tragen, die am vertrautesten wirkt.

Social Media tut den Rest: Wir sehen den radikalen Schnitt heute nicht mehr nur bei einem Star nach dem anderen, sondern direkt bei Freundinnen, Creatorinnen und völlig normalen Frauen.

Das verändert die Hemmschwelle. Wer online hundert verschiedene Gesichter mit Pixies, Bobs und Bixies sieht, bekommt nicht nur Inspiration, sondern auch die Bestätigung: Das kann tatsächlich richtig gut aussehen.

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