Kein Traum-Endspiel

Zverev-Drama im Wien-Halbfinale

Bitteres Aus für Alexander Zverev im Wien-Halbfinale.
© APA/MAX SLOVENCIK
Alexander Zverev verlässt Wien trotz seiner bitteren 4:6, 6:1, 6:7-Niederlage gegen Überraschungsmann Alex de Minaur als neue Nummer 1 der Tenniswelt.
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Das Wiener ATP-Tennisturnier hat ein nicht erwartetes Finale. Carlos Alcaraz war im Titelmatch erwartet worden, nicht aber Alex de Minaur. Der Australier schaltete am Samstag im Halbfinale den topgesetzten Deutschen Alexander Zverev mit 6:4,1:6,7:6(4) aus und verkürzte im Head-to-Head mit der angehenden Nummer eins auf 5:9.

De Minaur steht als erster Australier in einem Wien-Finale, er spielt um seinen zwölften Titel auf der Tour bzw. um seinen heuer zweiten nach jenem in Rotterdam. Durch den Triumph über den ab Montag Weltranglistenführenden ist der 27-Jährige heuer unter Hallen-Dächern weiter unbesiegt. Zverev wiederum verpasste sein insgesamt drittes Wien-Endspiel. 2021 hatte er den Titel geholt, im Vorjahr unterlag er im finalen Match dem Südtiroler Jannik Sinner. Heuer erhielt die für ihn so glorreiche und denkwürdige Woche vor ausverkauftem Haus einen kleinen Makel.

Schon im ersten Satz des 14. Vergleichs mit de Minaur deutete einiges auf die Niederlage hin. Die Nummer fünf des Turniers dominierte im 2:31 Stunden dauernden Match mit seinem auf seine Defensivkünste aufgebauten Spiel, fand acht Breakchancen vor, eine nutzte er zur 3:2-Führung. Die in 50 Minuten fixierte Satzführung war allerdings keineswegs eine Vorentscheidung. Zverev fand im zweiten Durchgang mehr zu seinem Spiel, breakte zum 2:0 und diktierte vorerst auch weiterhin. De Minaur ließ drei Breakchancen bei 0:4 aus und zwei weitere bei 1:5.

De Minaur feiert die Wien-Sensation.
De Minaur feiert die Wien-Sensation. © APA/AFP/JOE KLAMAR

Mit Kampfgeist zur Überraschung

Immerhin machte der 27-Jährige das Ehren-Game, von der Höchststrafe war er nur zwei Punkte entfernt gewesen. Doch mit Kampf fand de Minaur ins Match zurück. Der Weltranglisten-Zehnte zog sein bekannt giftiges Spiel von der Grundlinie auf, punktete dann und wann aber auch am Netz. Es ging ins Tiebreak, in dem sich de Minaur mit zwei Minibreaks eine 3:0-Führung sicherte. Auch wenn de Minaurs Hand nun schwer wurde und er Doppelfehler einstreute, Zverev agierte zu fehlerhaft. Der dritte Matchball brachte durch einen Out-Ball von Zverev schließlich die Entscheidung

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